Wort und Geist Zentrum Röhrnbach

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Wort und Geist Zentrum Röhrnbach

Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 16:28

Aufgrund umfangreicher Kritik gegen die Machenschaften dieses Werkes hat das Wort+Geist Zentrum eine öffentliche stellungnahme herausgegeben:


http://www.wortundgeist.de/index.php?option=com_content&task=view&id=110&It
emid=261&lang=de



Stellungnahme aus aktuellem Anlass vom Wort und Geist Zentrum Röhrnbach aufgrund der immer stärker werdenden Kritik und Warnungen in bezug auf Irrlehre und sektiereisches Verhalten:



Liebe Freunde,

aus aktuellem Anlass und auf die Bitte einiger geistlicher Leiter im Land hin haben wir uns entschieden, eine offizielle Verlautbarung unserer Bewegung zu veröffentlichen, in der auf viele der Anfragen und öffentlich geäußerten Kritiken an WORT+GEIST eingegangen wird.

Diese Verlautbarung soll durch die Beseitigung unnötiger Missverständnisse und die Schaffung einer seriösen Gesprächsgrundlage dazu beitragen, eine Brücke zu bauen in den gesamten Leib Christi hinein, zu dessen Auferbauung nach meiner und unserer Überzeugung Gott diese Bewegung ins Leben gerufen hat.

Gerne dürft ihr diese Verlautbarung auch an andere interessierte Christen weiterreichen - insbesondere da wir vorerst nicht vorhaben, weitere Stellungnahmen zu aktuellen Anfragen zu veröffentlichen.

In der Liebe Jesu verbunden,


euer Helmut Bauer




Die GLAUBENSGRUNDLAGEN UND ZIELE der WORT+GEIST Bewegung

auch als pdf zum Downloaden .pdf-Download



I Die lehrmäßigen Grundlagen der WORT+GEIST Bewegung


Um Missverständnisse bzgl. lehrmäßiger Grundlage und Zielsetzung der WORT+GEIST-Bewegung in Zukunft zu vermeiden, erklären wir als WORT+GEIST Lehr- und Leitungsteam folgendes:

1. Die Grundlage unseres Glaubens und unserer Lehre ist die gesamte Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments.

Wir glauben daran, dass „alle Schrift von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit ist, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet“ (2Tim 3,16f).

2. Wir glauben gleichzeitig, dass dieses Wort Gottes „in gerader Richtung geschnitten“ werden muss (2Tim 2,15), d.h., dass die gesamte Bibel von der richtigen Perspektive her, dem Zentrum nämlich, gelesen und verstanden werden muss.

Dieses Zentrum aber ist weder unsere menschliche Erfahrung (auch nicht im Leben als Christ!) noch sind es irgendwelche theologischen Konzepte oder kirchlichen Lehren sondern einzig und allein das Evangelium, die gute Nachricht (Mk 1,15: Jesus: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Kehrt um und glaubt an die gute Botschaft“; vgl. auch Röm 1,16f)!

Das Evangelium beinhaltet aus unserer Sicht im Wesentlichen 3 Aspekte:

a) Was Jesus in Seinem Tod und Seiner Auferstehung für uns vollbracht hat: Entmachtung des Teufels (siehe z.B. Kol 2,15), Befreiung von der Sünde (siehe z.B. Kol 2,14) und allen ihren Folgen (also auch Krankheit [s. Jes 53,3f; Mt 8,17; 1Petr 2,24], Gebundenheit [Gal 5,1], Armut [2Kor 8,9] usw.)

b) Was Gott, der Vater durch die Wiedergeburt in Christus aus uns, den Gläubigen gemacht hat: eine neue Schöpfung (2Kor 5,17.21; 2Petr 1,4 etc.).

c) Was der Heilige Geist jetzt durch uns als neue Schöpfungen hervorbringen will: Ein Leben im Geist, das immer mehr dem Leben Jesu Christi hier auf Erden gleicht (s. Joh 14,12; 1Joh 4,17; 2Kor 5,20 etc.)

Punkt a) und b) finden wir vielfach auch in den Briefen geoffenbart, Punkt c) v.a. in den Evangelien, wo wir das Leben Jesu studieren und meditieren können.

Von dieser guten Botschaft als Ganzes her muss stets die gesamte Bibel ausgelegt werden, um sowohl Gesetzlichkeit einerseits als auch Fleischlichkeit andererseits zu vermeiden. Genauso hat auch z.B. der Apostel Paulus „seine Bibel“ (= das Alte Testament, in wesentlichen Teilen ein Vorschatten auf den neuen Bund!) ausgelegt und für die Lehre in der Gemeinde fruchtbar gemacht.

Es spielt also letztlich nicht die entscheidende Rolle, ob das alte oder das neue Testament zitiert wird sondern wesentlich ist die Frage, aus welchem Geist heraus (bzw. aus welchem Bund heraus) das geschieht: Aus einer Perspektive des Evangeliums heraus (d.h. aus einer inneren Position, die klar im Bewusstsein des Neuen Bundes liegt) entsteht Ermutigung und Befähigung mehr und mehr so wie Jesus zu leben, aus einer Perspektive des Alten Bundes oder der Gesetzlichkeit heraus entsteht Druck, uns aus eigener Kraft noch heiliger und besser zu machen.

Der Alte Bund hat den Ansatz: Du musst, sonst…

Der Neue Bund hat den Ansatz: In Christus bist Du frei aber befähigt, deshalb kannst Du!

Dieser Grundansatz des Neuen Bundes scheint uns in der Gemeinde Jesu in den letzten Jahren in Predigt und Leben stark unterbetont worden zu sein, deshalb sehen wir es als einen wichtigen (und reformatorischen) Auftrag, ihn wieder ins Zentrum zu rücken, wo er eigentlich gemäß dem Wort Gottes hingehört.


3. Die Botschaft des Evangeliums (zusammengefasst: „Jesus hat alles Notwendige bereits getan“) glauben wir als die Wahrheit unabhängig davon, welche Erfahrungen wir in diesem irdischen Leben gerade machen, oder durch was unsere Seele oder unser Körper im Natürlichen gerade „durchgeht“.

Wir haben uns dafür entschieden, im Glauben zu erwarten, dass sich unsere Erfahrungen dem Wort Gottes (= dem Evangelium) anpassen werden und widerstehen der Versuchung, die Botschaft des Wortes unseren Erfahrungen anzupassen (vgl. 2Kor 4,17f).

Vieles, was wir im Leib Christi derzeit noch sehen, ist mehr eine „Erfahrungstheologie“ als eine dem Evangelium tatsächlich entsprechende „Glaubens- und Worttheologie“.

Das Verhaftetbleiben im Sichtbaren hält uns auf der Ebene des Natürlichen, das Eintreten in den Bereich des Glaubens bringt uns auf die Ebene des Übernatürlichen (= des Geistes). Das aber ist das Ziel des Evangeliums, auch wenn dies für unser Fleisch manchmal herausfordernd sein mag (vgl. z.B. 1Kor 2,6-16).

Das Evangelium als „Kraft Gottes“ verliert in dem Moment seine Durchschlagskraft, wo wir (evt. mithilfe von Bibelstellen) unsere eigenen menschlichen (für Seele und Körper nicht immer positiven) Erfahrungen zu begründen und zu rechtfertigen versuchen (letztlich auch der Versuch, Antworten auf die sog. „W-Fragen“ zu geben).

Das Leben im Geist ist ein Leben des Glaubens, das die Diskrepanz zwischen den Verheißungen des Evangeliums und im Sichtbaren noch vorhandenen Realitäten aushält, ohne einerseits diese Realitäten zu verleugnen aber auch ohne andererseits Abstriche in der klaren Proklamation und im Glauben der guten Botschaft zu machen.

Zugleich glauben wir, dass die Anpassung unserer Lebensrealitäten an die Realitäten des Wortes Gottes ein lebenslanger Prozess ist, den Gott mit jedem Gläubigen individuell geht (vgl. z.B. Röm 12,1-2; 2Kor 4,16). Die Liebe verbietet und verhindert dabei jede Verurteilung von Gläubigen, in deren Leben sich das Evangelium bisher in manchen Bereichen noch nicht als durchschlagend erwiesen hat (vgl. z.B. Röm 15,1ff). Vielmehr ermutigt/ermuntert die Liebe immer wieder mit Hilfe des Wortes zu Glauben und Vertrauen.

Aus dem oben Gesagten ergibt sich selbstverständlich auch, dass wir nicht Gott sind. Richtig ist jedoch, dass durch die Wiedergeburt der Gläubige aus Gott geboren und damit ein Teil der Familie Gottes ist. Daher schämt sich Jesus nicht – der von Ewigkeit her Gott ist – uns Brüder zu nennen. Außerdem sind wir Teilhaber seiner Herrlichkeit, denn mit einem Opfer hat Er uns vollkommen gemacht, dass wir nun so sind, wie ER ist in dieser Welt.

(vgl. Johannes 1,11-13; Römer 8,14-17; Hebräer 2,11-13 und 10,14; Johannes 17,21-23; 1. Johannes 4,17).


4. Wir glauben nicht, dass die Bewegung WORT+GEIST der einzige Zweig des Leibes Christi ist, durch den Gott momentan wirkt, aber wir stehen auch in voller Zuversicht zu dem uns von Gott gegebenen Auftrag der Reformation und der damit verbundenen Erweckung von geistlichem Leben sowohl im Leib Christi als auch unter noch Ungläubigen.

Wir glauben, dass die Ausführung unseres spezifischen Auftrages langfristig zu Segen und bleibender Frucht für die gesamte Gemeinde Jesu ebenso wie für die Nation insgesamt führen wird (siehe z.B. Eph 4,1-7 zur Einheit des Leibes).

In jeder neu aufbrechenden Bewegung gibt es unreife Gläubige, die die dargebotene Lehre als Vorwand für Fleischlichkeit und Lieblosigkeit nehmen - daran sollte jedoch nie eine Bewegung als Ganzes beurteilt werden.

Auf dem Weg der Reformation ist es außerdem immer notwendig, bestimmte Wahrheiten besonders zu betonen, um tatsächlich Veränderungen im Denken und Leben von Menschen herbeizuführen. Wir glauben, dass Gott dabei auch eventuell auftretende Extreme immer wieder der Korrektur zuführen wird, so dass wir in der Mitte der Straße des Evangeliums bleiben.

Verurteilung (weder theologisch noch persönlich) oder gar Bekämpfung einer neu auftretenden Bewegung halten wir nicht für den Weg der Liebe und der Schrift klar entgegengesetzt (vgl. z.B. Apostelgeschichte 5,38f).

Wir gehen davon aus, dass die Gläubigen, durch die von Gott in die Gemeinden gesetzten und vom Hl. Geist geleiteten und inspirierten Gaben (fünffältiger Dienst), zur vollen Mannesreife geführt werden, um langfristig Gutes von Bösem und Echtes von Unechtem unterscheiden zu können (vgl. Eph 4,11-15).

Dafür sollten wir den Gläubigen als geistliche Leiter die notwendige Freiheit, selbst zu entscheiden, einräumen.


5. Das Ziel der WORT+GEIST Bewegung ist der Aufbau starker und evangelistisch effektiver Gemeinden. Dabei ist unser Fokus die Errettung der Verlorenen, Heilung der Kranken, Befreiung der Gebundenen - nicht das „Abwerben“ von Gläubigen aus anderen Gemeinden.

Wir ermutigen bereits in Gemeinden integrierte Gläubige, die bei WORT+GEIST empfangenen Impulse in ihren Gemeinden und Kirchen positiv einzubringen, ohne eine Haltung von Rebellion oder Spaltung.

Dass dennoch manche Christen die ganz persönliche Entscheidung treffen, sich voll WORT+GEIST anzuschließen, ist aus unserer Sicht normal und insbesondere dann gar nicht zu verhindern, wenn Gemeinde- oder Kirchenleitungen sich (womöglich öffentlich!) gegen WORT+GEIST stellen oder gar ihren Mitgliedern „verbieten“, Kontakt mit der WORT+GEIST Bewegung zu haben.



II Konkrete Stellungnahme zu Kritiken an WORT+GEIST und Schwierigkeiten in bestehenden Gemeinden


1. Schwierigkeiten in bestehenden Gemeinden

Ohne Frage führt ein neuer Aufbruch oft zu Schwierigkeiten in umliegenden Gemeinden, dieses ist aber sicher kein W+G eigenes Phänomen. Ziel von W+G war und ist es nie, Gemeinden zu spalten, hier wurden teilweise Einzelaussagen völlig aus dem Zusammenhang gerissen (siehe unter 2 g), Auch wird es sicher oft das Phänomen geben, dass neue Aufbrüche unzufriedene Gemüter aus anderen Gemeinden anziehen (wobei die Gesinnung dieser Leute oft schon vorher nicht stimmte und dazu führt, Dinge weiter rein selektiv zu hören!).

Gleiche „Verstimmungen“ wurden in der Vergangenheit auch beim Start vieler neuer charismatischer Gemeinden, christlicher Netzwerke und Gemeinde bewegungen erlebt (Bsp. D-Netz-Gemeinden, ICF, BFP-Neugründungen etc.). Nie lag aber auch dahinter eine böse Absicht, wenn das Vorgehen vielleicht auch nicht immer „weise“ war.

Das Ziel von WORT+GEIST ist von Anfang an gewesen, eine Bewegung Gottes zu sein, dieses wurde immer offen kommuniziert und stand schon 2004 im Charisma - Interview (Ausgabe 129) mit Pastor Helmut Bauer. Unabhängig von dieser Hauptzielrichtung hat der Erweckungsaufbruch in Röhrnbach ohne Frage auch sehr positive Auswirkungen auf viele bestehende Gemeinden deutschlandweit.


2. Zu der Kritik an Lehrinhalten

Aus unserer Sicht geht es in den kritischen Stellungnahmen zu WORT+GEIST weniger um reine Lehrfragen, vielmehr stehen dahinter i.d.R. rein menschliche Ängste und viel Politik. Die jetzige Vorgehensweise ist dabei mit den Reaktionen auf die Aufbrüche der Pfingstbewegung - Anfang des 20. Jahrhunderts - durchaus vergleichbar.

Dabei müssen aus unserer Sicht theologische Gründe, die völlig einseitig aus der Gesamtlehre von WORT+GEIST herausgenommen werden, nun als Argumente für persönliche Verletzungen und dem Wunsch nach Machterhalt und Kontrolle herhalten. Nur einige Schlaglichter:

a) Es wird von WORT+GEIST nicht gelehrt, dass das Neue Testament außer den Briefen oder das Alte Testament ungültig seien oder keine Rolle mehr spielten. Es wird vielmehr gelehrt, dass der alte Bund des Gesetzes erfüllt ist, und die ganze Schrift vom Evangelium Jesu Christi her gelesen werden sollte (vgl. 2. „Lehrmäßige Grundlagen“).

b) „Ermahnung“ ist auch bei W+G weder überflüssig noch wird sie nicht gelehrt oder praktiziert. So wird auch vor Ort in der ganzen Bandbreite der Grundtextwörter parakaleo und noutheteo gehandelt (vom Ermutigen, Aufrichten und Zurechtbringen bis hin zur „Gemeindezucht“ für Mitarbeiter, die ihren fleischlichen Lebensstil als „Freiheit“ verkaufen wollen); dieses ist auch Thema in der Fernbibelschule.

Das Gleiche betrifft die Lehre zu Autorität, Unterordnung und Jüngerschaft. Tatsache ist, dass diese Inhalte in jeder Kurz- und Langzeit bibelschule seit 2004 Lehrinhalt sind. Dabei können natürlich Personen, die bereits in Ihrer Gemeinde eine oppositionelle Einstellung zur Leiterschaft hatten - und eher „Freigeister“ als „frei im Geist“ sind - bei W+G genau so an diesen Inhalten vorbei hören, wie in anderen Gemeinden auch!

c) Das Bittgebet (natürlich nicht für Dinge, die das Wort Gottes uns als bereits empfangen zuspricht!) und Fürbitte sind nicht „überholt“, sie erhalten bei uns ihren passenden Stellenwert. Daher ist natürlich auch Fürbitte fester Lehr-Bestandteil der Fernbibelschule.

Eine „Bettler“-Mentalität widerspricht aus unserer Sicht allerdings tatsächlich der zentralen Lehre Jesu zur Sohnschaft und zum Neuen Bund - sicher aber nicht das konkrete fürbittende Gebet.

d) Heilung wird bei WORT+GEIST nie mit einem (gelegentlich bei Heilungspredigern üblichen) Glaubensdruck gepredigt, die Botschaft ist bei aller Klarheit frei von jeder Glaubensleistung und –druck.

Die „eschatologische Spannung“ wird von WORT+GEIST nicht nivelliert, sie wird aber auch nicht dazu missbraucht, sich mit einem Schicksalsglauben zufrieden zu geben, sondern ist bei W+G stets mit starker Ermutigung, Hoffnung und dem Blick auf die Größe Christi verbunden (siehe 3. unter „Lehrmäßige Grundlagen“).

Zu einem anderen Ergebnis kann man nur kommen, wenn man lediglich einige Bruchstücke aus der gesamten Lehre von WORT+GEIST separiert und überbetont.


e) Die Entscheidung, nicht „Sünden-Bewusstsein“ sondern Christus-Bewusstsein zu predigen, ist bei WORT+GEIST keine Legitimation für Sünde, vielmehr führt diese Botschaft immer wieder zu enormen Befreiungen aus sündigen Gebundenheiten aufgrund eines erneuerten Christus-Bewusstseins. Dabei werden auch die Auswirkungen eines erneuerten Lebens auf unseren Lebensstil von vielen Predigern mit der ihnen jeweils eigenen Ausdrucksweise intensiv verkündet und vorgelebt.

f) Jeder, der die Bewegung kennen lernt, wird zudem feststellen, dass WORT+GEIST absolut keine „Helmut Bauer“–Bewegung ist, sondern Pastoren aus den verschiedensten Hinter gründen hier leitend tätig sind, ohne dass ihre Individualität behindert wird und ihre persönliche Dienstberufung und Begabung sehr gewünscht und gefördert wird.

g) Ziel von WORT+GEIST war und ist es nie, Gemeinden zu spalten, auch hier werden Einzelaussagen völlig aus dem Zusammenhang gerissen, z.B. die Aussage, dass das Wort „wie ein Schwert durch die Gemeinden geht“. Hiermit sollte lediglich (völlig richtig) Bezug auf Hebr 4,12 genommen werden; dass im Weiteren dann von der Scheidung zwischen Geist und Seele/Fleisch gesprochen wurde, wird von den Kritikern dann allerdings nicht mehr erwähnt.

Auch wird die verkündete Botschaft nicht als „einmalig“ und „bis jetzt nicht da gewesen“ hingestellt, sondern entsprechende Zitate beziehen sich auf die Dynamik dieser Erneuerung, besonders für den deutschsprachigen Raum - was kirchengeschichtlich auch nachvollziehbar ist; andererseits verweisen wir immer wieder auf viele erweckungsgeschichtliche Wurzeln.

Zudem waren und sind auch „Spaltungen“ bei allem Schmerz noch lange kein Zeichen für Irrlehre, vielmehr hatte jede geistliche Erweckung und Erneuerungsbewegung in der Geschichte auch „spaltende“ Begleiterscheinungen - viele deutsche Freikirchen sind letztlich so entstanden. Das Potential bei WORT+GEIST ist diesbezüglich auf keinen Fall größer, allein durch das starke Wachstum deutschlandweit wird es nur bewusster, als wenn es um eine einzelne Gemeinde ginge.

h) Was die weiteren Kritiken betreffs „WORT+GEIST“- Lehraussagen angeht, so sind sie oft keinesfalls auf „WORT+GEIST“-spezifische Aussagen bezogen, sondern eigentlich Kritik an Aussagen und theologischen Ansichten, die den meisten freien charismatischen Gemeinden und Rhema-Gemeinden eigen sind (z.B. im Bereich der Anthropologie und dem üblichem Kritikpunkt, das atl. hebräische Menschenbild nicht auch als Grundlage der neuen Schöpfung zu wählen), daher soll hier auch nicht im Detail darauf eingegangen werden.

Es wurde z.B. postuliert, dass die „Gefahr der Verdrehung und Verfälschung“ durch Berufung auf „tiefe Erkenntnisse des Paulus“ bestehe. Dieses halten wir für nicht zutreffend, solange man sich bei diesen Erkenntnissen am Schriftbefund – hier des Paulus – orientiert und nicht an eigenen Spekulationen. Tatsache ist hingegen, dass wir in der Bibel eine progressive Offenbarung über den Neuen Bund in Christus antreffen und es wohl unschwer zu bestreiten ist, dass diesbezüglich Paulus „klarere“ Offenbarung besaß (und er dieses auch selbst von sich sagt (vgl. Gal 2,11ff; Eph 3,3 u. 1,9), als die ersten Jünger unmittelbar nach Pfingsten.

i) WORT+GEIST verneint nicht, dass der Mensch bei aller Gotteseben bildlichkeit eine menschliche Natur aus Seele und Körper besitzt. So wird auch die Seele des Menschen nicht als minderwertig, prinzipiell fleischlich oder gar nutzlos angesehen. Wenn gesagt wird, dass der Mensch „ein Geist“ ist, wird damit seine neue Persönlichkeit, seine wiedergeborene Identität, seine Personenmitte gemeint. Und damit steht diese Lehre mitten in der paulinischen Anthropologie, welche ohne Frage – ebenso wie andere Offenbarungen zum Neuen Bund – in dieser Tiefe noch nicht im Alten Testament zu finden ist (wenn es auch dort Ausnahmen wie Hes 36,26 u.a. gibt).

Zugleich sehen wir hier eine Lücke in der „typisch“ evangelikalen Anthropologie. Immer wieder wird dort auf die „hebräischen Wurzeln“ und das notwendige hebräische Schriftverständnis hingewiesen. Wer aber nur das hebräische Verständnis des Menschen zur Grundlage nimmt, wird ohne Frage ein Problem mit der neutestamentlichen Anthropologie haben, denn das hebräische Menschenbild bezieht sich tatsächlich nur auf die Komponenten Seele und Körper. Und dies ist auch nicht verwunderlich, denn spätestens nach dem Sündenfall lebte diese „Geist“ genannte göttliche Personenmitte im Menschen nicht mehr und das hebräische Weltbild musste sich über 4000 Jahre an dem übrig gebliebenen Fragment einer „lebendigen Seele“ orientieren. Durch den neuen Bund und die „Wiedergeburt“ des Gläubigen wurde der Geist des Menschen (d.h. seine Gottesebenbildlichkeit) wieder lebendig- der Blick verlagert sich damit radikal von der „gefallenen Schöpfung“ auf die „neue Schöpfung“ in Christus im Geist.

Diese Sicht ermöglichte übrigens überhaupt erst die Evangelisation der Heidenvölker!


3. Schlussstatement

Es ist verständlich, dass eine Bewegung mit der theologischen Auffassung einer anderen nicht immer eins gehen kann, allerdings bitten wir hierbei insbesondere diejenigen, die meinen, mit öffentlicher Kritik, Warnungen oder gar massiver Einflussnahme auf die freien Ent scheidungen von Gläubigen gegen WORT+GEIST Stellung beziehen zu müssen, ihre Motive für ihre Kritik und ihr Vorgehen zu überprüfen. Von unserer Seite aus werden wir uns auf jeden Fall auch weiterhin nicht an diesem Verhalten beteiligen, dazu gehört auch, dass wir uns auch nicht auf jede neu publizierte Kritik hin äußern oder gar rechtfertigen werden. Ansonsten sind wir, wie auch durch diese Erklärung geschehen, gerne bereit, mit ehrlich suchenden und fragenden Geschwistern in Christus in ein offenes Gespräch über die zentralen Wahrheiten des Wortes Gottes und des Evangeliums einzutreten. Auch unseren schärfsten Kritikern wünschen wir von Herzen das Allerbeste und wir sind überzeugt, dass im Geist dieser Liebe letztlich auch alle Hindernisse überwunden werden können.

Wir glauben, dass Gott in dieser Zeit unserem Land eine einmalige Chance zu geistlichem Aufbruch und geistlichem Wachstum gibt, die wir keinesfalls ungenutzt an uns vorbeiziehen lassen sollten!


Das WORT+GEIST Lehr- und Leitungsteam



III Anhang: Persönliche Anregungen von Pastor Michael Schmidt

(ehemaliges Mitglied des D-Netz-Leitungsgremiums, zu den Kritiken an der
WORT+GEIST Bewegung)


Während meines inzwischen mehr als 30 jährigen Dienstes als Evangelist, Mitarbeiter in Gemeinden und später als Pastor im Gemeindedienst hatte ich das Vorrecht, viele Gemeindebewegungen, Trends und Wellen nicht nur als Beobachter sondern auch von „innen“ zu erleben. Durch alle mir bekannten Bewegungen zog sich die Erwartung hin, dass Gott in dieser Zeit noch einmal Erweckung in großem Stil schenkt.

Nach den Aufbrüchen der 70er Jahre und dem Start der Bewegung der neuen Gemeinden in den 80er und frühen 90er Jahren konzentrierten sich die Erwartungen immer stärker auf ein souveränes Eingreifen Gottes.

In den mir bekannten Kreisen konnte ich in den letzten Jahren neben einer starken Gebetsbewegung, die im wahrsten Sinne des Wortes den Himmel stürmte auch eine starke Tendenz sehen, mit Praktiken des alten Testamentes, wie speziellen Bußübungen, Salbungen und z.T. surreal anmutenden „prophetischen“ Handlungen Gott zum Eingreifen zu bewegen.

Die Aussage des neuen Testaments, dass Jesus alles vollbracht hatte, dass durch sein Opfer Menschen, die das annehmen, „ein für alle Male“ geheiligt seien und dass das Wort Gottes im Munde seiner Kinder (das sind nun mal Söhne und Töchter Gottes) die selbe Autorität hat, wie die Worte aus dem Mund Jesu, geriet dabei zunehmend außer Betracht, wurde relativiert und zuletzt in einigen Kreisen faktisch zu Gunsten von Bußübungen außer Kraft gesetzt. Aus ebenbürtigen Geschwistern des Erstlings Jesu wurden vielfach wieder Knechte und Bittsteller.

Mit Bedauern stelle ich fest, dass viele der heute über den Dienst von Wort+Geist besorgten Stimmen in dieser Situation nicht zu hören waren.

Die Kernaussagen der WORT+GEIST Bewegung zur neuen Geburt, zur Vollmacht des Gläubigen und zu seiner neuen Identität decken sich absolut mit den Aussagen der Schrift, aber nicht mit der in vielen christlichen Kreisen verkündeten Lehre.

Speziell zu den Anfragen bezüglich Korrektur im Leben der Gläubigen kann ich in der gelebten Praxis bei Wort+Geist erstmalig in einer mir bekannten Bewegung feststellen, dass das priesterliche Wort des Apostels Paulus nach 2.Kor. 5.16, „hinfort niemanden mehr nach dem Fleisch zu kennen“, wirklich in seiner positivsten Weise ausgelebt wird:

Der Umgang untereinander ist nicht von einer kritischen nach Sünde Ausschau haltenden Attitüde geprägt, sondern wirklich von einer priesterlichen Gesinnung, die für den Bruder nur das Beste glaubt, in Liebe noch vorhandene Schwachheiten zudeckt und über das Gute nachsinnt.

Für geistliche Leiter, die sich in den vergangenen Jahren im Wesentlichen darauf konzentrierten, „um der Erweckung Willen“ die Sünde im Lande, in den Gemeinden und im Leben der Gläubigen zu suchen, kann ein derartiger Umgang zugegebenermaßen blasphemisch wirken.

Persönlich empfinde ich diesen Lebensstil als befreiend, entlastend und absolut gemäß dem neuen Testament. Bei allen meinen Beobachtungen konnte ich ebenso feststellen, dass die Aussagen des Neuen Testamentes bezüglich des Lebensstiles der Gläubigen mit großer Klarheit und Deutlichkeit verkündet wurden. Durch den hohen Stellenwert des Wortes Gottes ist ein ständiges Korrektiv gegeben. Ebenso fest bin ich davon überzeugt, dass die Mitarbeiter im fünffältigen Dienst durch ihren Glauben, ihre Hingabe und ihre Treue einen vor Gott und der unsichtbaren Welt wirksamen priesterlichen Dienst tun, der ohne den Kurzschluss menschlicher Manipulation vielen Menschen bei der Neuorientierung ihres Lebens zum Segen wird.

In gleicher Weise existiert in der gesamten Wort+Geist Bewegung ein sehr hoher Standard im Umgang mit anderen Diensten; es erfolgt – auch hinter den Kulissen - keine „Sezierung“ anderer Dienste. Für Negativaussagen, Gerüchte und Verleumdungen gibt es nirgendwo eine Plattform, die priesterliche Grundhaltung, Menschen gegenüber das Gute zu glauben und zu reden, sie so zu sehen, dass Christus sie erlöst hat und liebt, ist ohne Bruch durchgängig vorhanden, erklärtermaßen auch gegenüber den Kritikern des Werkes.

Darüber hinaus möchte ich feststellen, dass ich bislang in noch keinem mir bekannten Werk oder Leitungsgremium und auch in keiner mir bekannten Bewegung eine derart hohe Bereitschaft, Lehraussagen und auch eigene Überzeugungen am Befund der Schrift zu prüfen und ggf. auch zu korrigieren erlebt habe, wie in den Gesprächen mit leitenden Mitarbeitern der Wort + Geist Bewegung. Eine tiefere Aufrichtigkeit und Bereitschaft zu Korrektur durch das Wort Gottes, gepaart mit einer hohen Entschlossenheit, Erkanntes in Liebe umzusetzen und auszuleben habe ich bislang nirgendwo erlebt. Von daher ist mir persönlich nicht bange um den weiteren Weg dieser Bewegung.

Die gemeinsame Arbeit am Wort im Leitungskreis des Werkes erscheint mir vorbildlich für die gesamte Christenheit.

Viele externe Anfragen beschäftigen sich mit einzelnen, manchmal aus dem Kontext genommenen Aussagen, die für an „Pietät“ gewöhnte Ohren sicherlich manchmal befremdlich klingen. Hier sehe ich eine Parallele mit der Person des Reformators Luther, der für manchen zölibatären Priester sicherlich eine Reizfigur und doch Gottes Mann für die Stunde war.

Mit Dank erinnere ich mich noch an die Aussagen von Bibel-Lehrern der 90er Jahre über das Thema „Gnade“, die besonders im Leben Davids, seinem Ehebruch, dem Mord und seiner Umkehr eine faszinierende Vorschattung der kommenden Erweckung feststellen konnten.

Diese Faszination über Persönlichkeiten der Vergangenheit könnte in einer gnädigeren Beurteilung aktueller Bibellehrer zeitgemäße Früchte bringen.


Zur Zusammenfassung:

Die Aussagen der Wort+Geist Bewegung zur Natur des wiedergeborenen Menschen, zum Leben „des Christus in uns“ und zum Umgang unter Gläubigen decken sich in allem schlüssig mit den Aussagen des neuen Testamentes, aber nicht immer mit der im Lande vorhandenen Gemeinde- und Lehrpraxis. Die Betonung der Lehre über die neue Schöpfung ist in meinen Augen dringend notwendig zur Eröffnung einer geistgewirkten Einsicht in unsere Rolle als bevollmächtigte Kinder Gottes in diesem Zeitalter, zum tieferen Verständnis der Schrift und beim Umgang mit den Kräften der zukünftigen Welt.

Paulus lässt uns im Kolosserbrief wissen, dass dies Geheimnis - nämlich Christus in uns - in den letzten Tagen offenbar werden sollte.

Der aufrichtig suchende Theologe sollte aus diesem Gesamtzusammenhang auch den Fall in Betracht ziehen, dass diese Bewegung möglicherweise ein souveränes Eingreifen Gottes darstellt, das ähnlich der Geburt und dem Leben Christi so völlig anders vonstatten geht, als es von den ernsthaft suchenden Gelehrten seinerzeit erwartet wurde.

Könnte das heißen, dass Gott eventuell gerade dabei ist, die Gebete seiner Kinder zu beantworten und etwas zu starten, das wirklich von Deutschland aus ein Segen für die ganze Welt werden kann? Dann sollte dieses Wirken Gottes Begrüßung und Aufnahme finden, auch wenn es anders als erwartet eingesetzt hat.

Zu welchem Schluss der aufrichtige Beobachter auch kommen mag, so seien noch zwei allgemein gültige „Prinzipien“ empfohlen:

Der Gelehrte Gamaliel aus dem Hohen Rat empfahl seinen Kollegen, die neue Bewegung gewähren zu lassen, weil er wusste, dass nur das von Gott Initiierte Bestand hat.

Paulus empfiehlt uns neutestamentlichen Christen, lediglich unser „eigen Werk“ zu richten, für den Umgang miteinander bleibt es für uns alle bei dem Liebesgebot Jesu.

Dieses Liebesgebot sehe ich im gelebten Alltag der mir bekannten, mit dem Wort+Geist Werk verbundenen Personen in großer Tiefe verwirklicht.



Pastor Michael Schmidt

Christliches Zentrum Nordthüringen
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 16:30

Offene Antwort zur aktuellen Reaktion des Hauptzentrums von Wort+Geist Röhrnbach zur Kritik diverser Gemeindeverbände!!!

Verfasser:
Rolf Wiesenhütter
Freie christliche Gemeinde Fehmarn
Sundstraat 25
23769 Fehmarn – Avendorf


Die von Wort+Geist herausgegebene Stellungnahme schafft keine Klarheit. Sie stellt keine sachliche Auseinandersetzung mit den tatsächlich von Wort+Geist verursachten Problemen dar und beinhaltet ausschließlich die Zurückweisung berechtigter Kritik an den tatsächlichen Machenschaften von Wort+Geist.

Die berechtigte Kritik gegen Wort+Geist beinhaltet nicht unnötige Missverständnisse, und sie ist auch keine seriöse Gesprächsgrundlage, die dazu beitragen würde, Brücken in den Leib Christi zu bauen. Dieses wäre nur möglich, wenn die Verantwortlichen von Wort+Geist eine klar erkennbare Bußhaltung gegenüber ihrem Verhalten deutlich machen würde. Das Zerstören bestehender Gemeinden, das erbarmungslose Zerstören von Christen, die nicht von Wort+Geist beeindruckt sind, sowie die falschen Lehren, die von Wort+Geist im gesamten deutschsprachigen Raum verkündet werden, bedürfen nicht der Rechtfertigung, sondern der Umkehr, der Busse und der Vergebung durch Jesus Christus. Dies wiederum setzt voraus, dass die Verantwortlichen von Wort+Geist Einsicht zeigen und mit ihrem Leben eine echte Umkehr vollziehen.

Mit der Behauptung, man wäre der Überzeugung, Gott hätte diese Bewegung zur Auferbauung des gesamten Leibes Christi ins Leben gerufen, stellt nicht nur eine Provokation dar, sondern verhöhnt alle Christen, die sich um bibeltreue Auslegung des Wortes Gottes und um ein Leben nach den Maßstäben von Gottes Wort bemühen.

Die aktuelle Erklärung von Wort+Geist muss aus den nachfolgenden Gründen durchgängig zurückgewiesen werden, weil sie weder im Anspruch, noch in der Wirklichkeit auf der Grundlage von Gottes Wort zielführend sein kann.


1. Die Lehrmäßigen Grundlagen der Wort+Geist Bewegung

Bei den öffentlich verbreiteten Lehrmaterialien der Fernbibelschule Röhrnbach und den frei zugänglichen Predigten im Internet geht klar hervor, dass es sich in bezug auf das Verständnis der Lehre nicht um Missverständnisse handeln kann, sondern dass es sich um weitgehend nicht mit der Bibel zu vereinbarende Aussagen und damit unzweifelhaft um Irrlehre handelt.

Die zuerst formulierte Behauptung, Glaube und Lehre der Bewegung hätte die gesamte Heilige Schrift zur Grundlage, muss zurückgewiesen werden. Herr Karl Pilsl, Erfinder dieser Lehren und Lehrer des Leiters von Wort+Geist Helmut Bauer erklärt in seinem Vortrag im Rahmen des Herbstsemesters 2005 der Fernbibelschule „Wovon soll ein Pastor leben (CD3) wörtlich, das Alte Testament und die Evangelien, seien für Christen, die in die Freiheit gekommen sind (so wie Röhrnbach Freiheit versteht) nicht gültig. Vielmehr
sei für uns Christen heute die Bibel erst maßgebend ab der Ausgießung des Heiligen Geistes und damit beginne sie für uns heute erst ab der Apostelgeschichte.

Ebenso muss die zweite Behauptung von Wort+Geist, nach der das Wort Gottes in „gerader Weise geschnitten“ werden muss, womit gemeint ist, es käme auf die richtige Perspektive an, das Zentrum der biblischen Botschaft an, energisch zurückgewiesen werden, weil in der Wort+Geist – Lehre ganz offensichtlich nicht nur jegliches Grundlagenwissen der biblischen Exegese, Anthropologie, Apologetik, Eschatologie etc. fehlt, sondern auch das Zentrum falsch, bzw. unzureichend definiert ist. Theologischer Sachverstand wird von Wort+Geist klar abgelehnt, was unweigerlich dazu führt, dass das Evangelium nicht nach biblischen Maßstäben, sondern willkürlich ausgelegt wird.

Nach der Wort+Geist Erklärung soll das Zentrum des Evangeliums folgende drei Punkte enthalten:

a) Entmachtung des Teufels, Befreiung von der Sünde und ihren Folgen, die mit Krankheit, Gebundenheit und Armut benannt werden:

Man geht bei Wort+Geist davon aus, dass Jesus bereits vor zweitausend Jahren am Kreuz von Golgatha für alle diese Dinge gestorben ist, und das man deshalb heute das Thema Sünde vernachlässigen kann, weil der Mensch nach dem Tod Christi sowieso nicht mehr übertreten kann. Das ein Mensch gebunden, krank und arm ist, hat er daher selbst verursacht, weil er angeblich durch seinen eigenen Geist, diese Dinge in seinem Leben selbst zugelassen hat. Christen in bestehenden Gemeinden wird der Vorwurf gemacht, die durch Jesus errungene Freiheit nicht anzunehmen und auszuleben, und deshalb nicht im Evangelium, sondern in der Religion zu leben.

Tatsächlich sind diese Wort+Geist Erkenntnisse blanker Unsinn, selbstgemachte Religion, die einzig den Zweck hat Christen zu verunsichern, zu manipulieren, sie mit Irrlehre zu verführen und um das Heil in Christo zu bringen. Mit Gottes Wort haben solche Aussagen nichts zu tun.

b) Die Neue Schöpfung, die Gott durch die Wiedergeburt an uns vollbracht hat.

Bei Wort+Geist versteht man darunter, dass bei der Wiedergeburt der menschliche Geist in einen göttlichen Geist verwandelt wird, der dadurch übernatürliche, göttliche Werke vollbringen kann.
In der Praxis bedeute dies u.a. die Möglichkeit, Krankheit und Armut von sich zu weisen. Es sei unser eigenes versagen, wenn wir diese Dinge willentlich zulassen, weil wir die Fähigkeiten, die uns durch die Wiedergeburt geschenkt ist, nicht nutzen.
Der Bibelschulleiter Fritz Zellner, der offensichtlich einen biblischen Sachverstand von Null besitzt, behauptet in seinem Vortrag „Die Zeichen der Zeit“
dass die Nationen, die nach Jesaja 60 gen Zion gehen, uns nachlaufen werden um uns mit ihren materiellen Gütern zu überhäufen, wenn wir in die christliche Freiheit kommen, wie sie von Wort+Geist verstanden wird. Alois Hartl, ein Prediger dieser Bewegung behauptet, ein Pastor sei nur dann in der Freiheit, wenn er in seinem Dienst über eine entsprechende Ausstattung verfügt, welche aus einer komfortablen Wohnung und ein oder zwei großen Autos bestünde. (Fernbibelschule Herbstsemester 2005, CD 4 „Entscheide dich zu leben“)

Das alles ist aus biblischer Sicht, religiöser Unsinn, allenfalls für die „exegetische Märchenecke“ zu gebrauchen. Wort+Geist tut also auch in diesem Punkt genau das, was sie allen bestehenden Gemeinden, die nicht Wort+Geist sind, vorwerfen: Sie sind in der menschlich erdachten Religiosität, in Lüge, in der Irrlehre, weil nichts von dem, was hier behauptet wird, im biblischen Sinn der Wahrheit entspricht.

c) Der Heilige Geist bringt in uns als neuer Schöpfung ein Leben im Geist, dass immer mehr dem Leben Jesu Christi hier auf Erden gleicht.

Dieser Anspruch ist in sich ein Wiederspruch, das Leben Christi sich zu keiner Zeit so zugetragen hat, wie Wort+Geist es heute denen verspricht, die ihre Lehre annehmen. In welcher Villa hat er denn gelebt, wie komfortabel konnte er Reisen und wie war das denn mit Krankheit und Tod beispielsweise bei seinem Freund Lazarus?

Diese drei von Wort+Geist ins Zentrum weisenden Punkte wären ja nicht schlecht, wenn sie denn bibelkonform verstanden und vermittelt werden. Was aber Wort und Geist hier tut, ist eine völlig willkürliche Interpretation mit dem Ergebnis, dass ein Evangelium gepredigt wird, dass mit der Bibel nichts zu tun hat. Der Anspruch, hier die ganze Bibel folgerichtig auszulegen, muss energisch zurückgewiesen werden. Hier werden die Menschen angelogen, denen versprochen wird, die gesamte Bibel würde folgerichtig ausgelegt und dies würde dazu führen, Gesetzlichkeit und Fleischlichkeit in unserem Leben zu vermeiden.

Die Folgen des Sündenfalls werden hier religiös weggeredet. Die wichtigste Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, den Menschen gerade heute von Sünde zu überführen und neues Leben in Christo hervorzubringen. Zwischen diesen beiden Dingen liegt die bewusste Abkehr von Sünde durch Einsicht und Bekenntnis vor Gott (Busse) und Annahme des Heils, das von Gott durch Jesus Christus kommt.
Auch der Mensch, der das vollzogen hat, muss sich immer wieder für die Wahrheit aus Gottes Wort und gegen Versuchung und Anfechtung entscheiden. Was Gott von ihm erwartet ist, dass er treu und wahrhaftig Gottes Wort folgt und sich nicht von jedem Wind falscher Lehre, wie sie z.B. von Röhrnbach ausgeht, einwickeln und gefangen nehmen lässt. Da Wort+Geist die Wahrheit aus Gotteswort an diesen entscheidenden Punkten völlig verdreht, befindet es sich massiv in der Irrlehre und bringt damit nicht nur die Menschen von Gott weg, sondern versperrt ihnen auch den Zugang zum zu einem Leben in Freiheit durch Sündenvergebung und Annahme in der Zeit und in der Ewigkeit.



Das Wort+Geist Zentrum bezeichnet seine Irrlehren als gute Botschaft, von der her die Bibel als Ganzes ausgelegt werden müsse. Nur so könne man Gesetzlichkeit und Fleischlichkeit vermeiden. Als Beleg hierfür wird die alttestamentliche Auslegung von Paulus herangezogen.

Tatsächlich verursacht Wort+Geist durch seine falsche Lehre aber genau das, was es angeblich verhindern will. Das selbstsüchtige Trachten nach
ewiger Gesundheit und materiellem Wohlstand entstammt von nirgends anders her, als aus einer fleischlichen Gesinnung derer, die sich hier mit erwiesenen Irrlehren eine goldene Nase verdienen.
Dazu werden bewusst biblische Zusammenhänge außer Acht gelassen oder verdreht, ebenso werden griechische Vokabeln falsch übersetzt und daraus unbiblische Lehren geformt.

Wenn von Wort+Geist die Frage gestellt wird, aus welchem Geist Gottes Wort zitiert wird, dann muss man sich dort mit Recht die Frage gefallen lassen, aus welchem Geist von dort gegen alle bestehenden Gemeinden gehetzt und verleumdet wird? Welcher Geist ist denn bei Wort+Geist für die haltlosen Unterstellungen in Bezug auf die Gemeinde Praxis in „Nicht – Wort und Geist Gemeinden“ zum Beispiel über die Finanzierungspraktiken oder über die Seelsorgearbeit verbreitet werden? Welcher Geist hat sich zum Beispiel über die Predigerin Melanie Irvin bemächtigt, als sie in Vortrag 11 des Herbstse-mesters 2005 der Fernbibelschule Röhrnbach mit dem Titel „Im Bewusstsein der göttlichen Natur“
pauschale Aussagen über die Seelsorgepraxis in bestehenden Gemeinden von sich gab, die den Tatbestand der Kausalverleumdung beinhalten?

Ebenso muss dem Anspruch von Wort+Geist vehement widersprochen werden, wenn behauptet wird, die Lehren von Wort+Geist hätten den Charakter Menschen zu befähigen mehr und mehr so wie Jesus zu leben, wenn mit dieser Behauptung gleichzeitig die unterschwellige Behauptung verbreitet wird, außerhalb von Wort+Geist würde man in bestehenden Gemeinden in Perspektiven des Alten Bundes und in Gesetzlichkeit unter dem Druck stehen, aus eigener Kraft heiliger und besser zu werden. Hier muss man Wort+Geist entgegensetze, dass man mit einer Lehre, die nicht aus der Bibel kommt, überhaupt nichts erreicht, außer Menschen zu manipulieren, sie vom wahren Evangelium wegbringt und sie finanziell durch Vermarktung wertloser Materialien finanziell ausbeutet.

Wort+Geist versucht ihren Anhängern zu vermitteln, in den bestehenden Gemeinden würde religiöser Zwang ausgeübt um die Christen zu einem gesetzlichen Glauben zu zwingen. Gleichzeitig wird unterstellt die neutestnamentliche Lehre würde in traditionellen Gemeinden unterbetont, weil man die Gläubigen nicht lehrt in Christi Freiheit seine Befähigung zu nutzen, das Notwendige im Leben selbst zu tun.

Dieser Anspruch von Wort+Geist ist vollkommen unbiblisch, weil uns das Neue Testament klar lehrt, dass wir selbst aus eigener Kraft nichts können, weil in unserem Leben immer Gott der Handelnde ist, während die Kinder Gottes allenfalls das Werkzeug in des Meisters Hand sein können. Da ein Hammer oder Schraubenzieher sich nicht von allein bewegt, es sei denn sie werden durch okkulte Kräfte dazu gebracht, ist der missionarische Ansatz von Wort und Geist, genau dies lehren zu wollen völlig unbiblisch, und allenfalls dazu geeignet, die Kinder Gottes in die Irre und damit in die Fänge Satans zu verführen.


Das Wort und Geist Zentrum vertritt die unbiblische Auffassung, dass Jesus am Kreuz von Golgatha alles Notwendige bereits dahingehend vollbracht hat, das wir beispielsweise die Sünde vernachlässigen können, weil wir durch das Erlösungswerk von Golgatha gar nicht mehr übertreten können.
Ebenso wird unter diesem Aspekt behauptet, wahre Kinder Gottes bräuchten aus diesem Grund nicht mehr krank zu sein, und wären an ihren Krankheiten selbst Schuld wenn sie diese in ihrem Leben zuließen, weil sie ihr Potential nicht nutzten, der Krankheit zu widerstehen.

Diese Lehre ist völlig unbiblisch. Gott hat sich von Anfang an ein Gegenüber mit einem freien Willen geschaffen. Der Mensch selbst hat durch den Sündenfall sich in die Situation gebracht nun zwischen Gut und Böse unterscheiden zu müssen.
Römer 3 bringt deutlich zum Ausdruck, dass alle Menschen Sünder sind, weil sie Gottes Wort übertreten haben. In Jakobus 5 wird eine Entsprechung aufgezeigt, die deutlich macht, dass es einen Zusammenhang zwischen Bekennen von Schuld und Heilung gibt. Insofern ist auch hier die Röhrnbach – Lehre klar als völlig unbiblisch zurück zu weisen.

Das Wort+Geist Zentrum behauptet, im Leib Christi wäre vieles, was sichtbar ist, dass Ergebnis von „Erfahrungstheologie“ weil die dortigen Christen sich nicht auf der Ebene des „Übernatürlichen“ befänden. Dahinter steckt die unbiblische Vorstellung, dass durch die Wiedergeburt, wie sie in Röhrnbach vertreten wird, der Mensch in dem Sinne zu einer göttlichen Natur wird, dass er göttliche Werke vollbringen kann.

Man muss Wort+Geist hier vorhalten, dass dies allenfalls spiritistische und magische Vorstellungen sein können, mit Gottes Wort aber nichts zu tun haben. Gottes Wort lehrt, „...das Alte ist vergangen, siehe es ist Neues geworden!“ Das bezieht sich darauf, dass der Mensch mit Gott durch Vergebung seiner Schuld und Sünde wieder mit Gott in Kontakt treten kann und das der Heilige Geist uns in „alle Wahrheit“ leitet. Treue, Verbindlichkeit Vertrauen und Wahrheit – das sind Dinge, die Gott uns hinzutut, wenn wir das „Wollen“ bringen. Er tut es, nicht wir selbst, schon gar nicht werden wir göttliche Automaten, die sich ihre Segnungen selbst produzieren.

Das Problem von Wort und Geist an dieser Stelle ist, dass die gar keine Sündenvergebung haben, weil sie die Sünde in ihrem Leben religiös motiviert vernachlässigen. Das führt dazu, dass sie im biblischen Sinn auch nicht wiedergeboren werden können, schon gar nicht kann der Heilige Geist an ihnen oder durch sie wirken. Deshalb verkündigen sie Irrlehren und versuchen die Kinder Gottes von der Wahrheit abzubringen.

Wort und Geist behauptet, sie würden nicht beanspruchen, der einzige Zweig des Leibes Christi zu sein, durch den Gott momentan wirkt. Dann muss man dort aber auch die Frage beantworten, warum man dem übrigen Leib Christi vorwährend Religiosität, Gesetzlichkeit und alttestamentliches Denken in verleumderischer Weise unterstellt. Ebenso bleibt Wort+Geist die Antwort schuldig, woher sie ableitet, von Gott einen Auftrag für Reformation und Erweckung zu haben, wenn sie gleichzeitig massenhaft Irrlehre verbreitet. Der Anspruch von Wort+Geist durch ihre offensichtlichen Irrlehren langfristig Segen und bleibende Frucht für den gesamten Leib Christi zu sein, muss zurückgewiesen werden. Vielmehr ist Wort+Geist eine deutlich zu erkennende Erscheinung gemäß dem Wort Gottes, dass in der letzten Zeit viele falsche Propheten mit falscher Lehre auftreten werden und ihre Frucht sein wird, dass viele vom Glauben abfallen. Der von Wort+Geist verursachte Terror, der mittlerweile in vielen Gemeinden stattfindet, spricht eine überdeutliche Sprache.

Die Behauptung von Wort+Geist, die zur Zeit durch deren Anhänger verursachten Probleme sei auf einige unreife Gläubige zurück zu führen, welche die Lehre von Wort und Geist dazu missbrauchen würden, Fleischlichkeit und Lieblosigkeit auszuleben muss zurückgewiesen werden. Wahr ist vielmehr, dass die Verantwortlichen von Wort+Geist billig aus der Affäre ziehen wollen, obwohl sie durch falsche, unbiblische Irrlehre das Chaos selbst provozieren.
Es ist außerdem ein Irrtum zu glauben, bibeltreue Christen würden Wort+Geist aufgrund dieser Ausfälle beurteilen. Dies ist ein billiger Versuch, gestandene Christen für dumm zu verkaufen, die selbstverständlich Wort+Geist aufgrund ihrer Lehre beurteilen und folgerichtig ablehnen.

Ebenso falsch ist es, notwendige Kritik an der Irrlehre als Lieblosigkeit zu bezeichnen. Lieblos wäre dagegen, wenn die Menschen nicht vor falschen Wegen, Irrlehre und der darus folgenden Verdammnis gewarnt würden. Flasche Lehre aufdecken hat überhaupt nichts mit Verurteilung zu tun, sondern ist der apologetische Auftrag jedes bibeltreuen Christen.

Die Wort+Geist – Bewegung bezeichnet ihre Zielsetzung darin, starke und evangelistisch effektive Gemeinden aufbauen zu wollen. Dieser Zielsetzung muss vehement widersprochen werden, weil Wort+Geist keine Erklärung dafür gibt, warum es dazu notwendig ist, bestehende Gemeinden, wie z.B. in Hildesheim geschehen und auf Fehmarn versucht, zu zerstören und dann zu übernehmen. Vor diesem Hintergrund muss man es als glatte Lüge betrachten, wenn Wort+Geist behauptet, nicht das Abwerben von Gläubigen aus anderen Gemeinden fokussiert. Man kann nicht etwas negieren, was man ständig vor aller Augen verübt. Wort+Geist möge einmal erklären, welche ihrer Gemeinden überhaupt durch Evangelisation und nicht durch Übernahme entstanden ist.


Ebenso muss man Wort+Geist widersprechen, wenn dort propagiert wird, das es ein normaler Vorgang sei, wenn Gläubige, die bereits in Gemeinden integriert sind, sich für Wort+Geist entscheiden.
Dies ist nicht normal sondern weitestgehend das Ergebnis von Manipulation, Irrlehre und Anwendung von massiver Gewalt, wie wir es selbst auf Fehmarn erlebt haben. Es ist eine Lüge zu behaupten, Gemeinde- und Kirchenleitungen würden erheblich dazu beitragen, dass Christen zu Wort+Geist übertreten, weil man sich gegen dieses Werk stelle. Dies ist ein untauglicher psychologischer Taschenspielertrick, mit dem Zweck, jede berechtigte Kritik im Keim zu ersticken, verbunden mit der Drohung, dass durch berechtigte Kritik noch mehr Christen übertreten würden.



2. Konkrete Stellungnahme zu Kritiken an Wort+Geist und Schwierigkeiten in bestehenden Gemeinden

1. Schwierigkeiten in bestehenden Gemeinden

Wort+Geist stellt sich auf den Standpunkt, neue geistliche Aufbrüche würden oft zu Schwierig-keiten in den umliegenden Gemeinden führen.
Dies läge sozusagen in der Natur der Sache, wenngleich man von Wort+Geist nicht die Absicht habe, bestehende Gemeinden zu spalten.

Dieser Aussage muss vehement widersprochen werden. Wort+Geist ist in den letzten Jahren nicht durch Evangelisation und Gründung mit Neubekehrten gewachsen, sondern in ganz wesentlichem Umfang durch Gemeindeüber-nahmen, denen nicht selten absichtliche Zerschlagung vorausging. Des weiteren wird Wort+Geist nicht müde, ständig und permanent bestehende Gemeinden zu beschimpfen und verleumden. Man wäre gesetzlich, würde den Heiligen Geist unterdrücken, würde Krankheitssymptome und seelsorgerliche Probleme streicheln anstatt den Menschen zu helfen und Probleme zu lösen. Immer wieder wird in den “Predigten“ von Wort+Geist dazu aufgefordert, die Hörer müssten sich entscheiden, gegen Religiosität und Gesetzlichkeit, und für die Freiheit, wie man sie in Röhrnbach versteht. Wort+Geist tut also genau das Gegenteil von dem, was es in seiner Stellungnahme behauptet: Es fordert Christen anderer Gemeinden zum Austritt und zum Eintritt in Wort+Geist Gemeinden auf.

Im übrigen hat die Konferenz für Gemeindegründung (KFG) eindeutig festgestellt, dass bei gottgewollten geistlichen Aufbrüchen alle umliegenden Gemeinden positiv profitieren und nicht massiven Schaden erleiden. Die Behauptung, auch bei der Gründung anderer Gemeinden würden vergleichbare Probleme auftreten, ist eine böswillige Verleumdung. Durch Wort+Geist wird eine massive, gewollte Hetzkampagne gegen den Leib Christi betrieben, mit der Zielsetzung massiv die Glieder anderer Gemeinden abzuwerben. Die Behauptung von Wort+Geist, sie seien eine Bewegung Gottes, die immer offen kommuniziert, muss erwiesenermaßen massiv zurückgewiesen werden.

2. Zu der Kritik an Lehrinhalten

Die Behauptung, die Kritik an Lehrinhalten in bezug auf Wort+Geist, ginge es nicht um Lehrfragen, sondern um menschliche Ängste und Politik, muss vehement zurückgewiesen werden.
Die Unterstellung, es würde von Kritikern einseitig aufgrund von Ausschnitten aus der Wort+Geist Lehre argumentiert, ist eine böswillige Verleumdung. Es ist vielmehr so, dass komplette Vorträge aus dem Fernbibelschulprogramm so katastrophal unbiblisch sind, dass man kaum einen wahren Satz darin finden kann. Beispielsweise hat der Vortrag aus dem Herbstprogramm 2005 „Die Zeichen der Zeit“ von dem angeblichen Bibelschulleiter Fritz Zellner einen derartigen unbiblischen Unfug zum Inhalt, dass man davon ausgehen muss, dass Zellner entweder sich noch nie mit der Bibel beschäftigt hat, oder aber absichtlich die Leute in die Irre führt. Es geht hierbei nicht darum, dass Kritiker von Wort+Geist hier absichtlich verletzen wollen, schon gar nicht geht es um Machterhalt oder Kontrolle, wie von Wort+Geist willkürlich behauptet. Es geht auch nicht um verdrehte Einzelzitate. Es geht ausschließlich und wahrhaftig darum, dass Wort+Geist großflächig Irrlehren verbreitet und Menschen ins Verderben führt.

a) Die Behauptung, Wort+Geist würde nicht lehren, dass das Alte und Testament und die Evangelien ungültig wären ist eine Lüge. Karl Pilsl sagt dies im Vortrag der Fernbibelschule Herbst 2005 Nr. 3 mit dem Thema: „Wovon soll ein Pastor leben?“ wörtlich. Die verantwortlichen von Wort+Geist sind gut beraten, nicht ihre eigenen Überzeugungen nach Belieben zu verleugnen.

b) Die Behauptung, man würde das Fehlen von Lehren wie Ermahnung, Autorität und Unterordnung etc. darauf zurückführen müssen, dass die Kritiker bereits in ihren bestehenden Gemeinden „Oppositionelle „ seien, die in Wahrheit ihren fleischlichen Lebensstil als Freiheit verkaufen wollen, ist massiv zurückzuweisen. Argumente wie diese werden von Wort+Geist herangezogen, bestehende Gemeinden bewusst zu verleumden. In Wahrheit werden diese Themen von Wort+Geist vermittelt ohne das Gesamtzeugnis der Heiligen Schrift zu berücksichtigen. Grundtextwörter wie die hier angeführten (parakleo, noutheteo etc.) werden von Wort und Geist falsch übersetzt und falsch erklärt. Daraus ergibt sich, dass letztlich die Gesamtlehre von Wort+Geist eine Irrlehre ist.

c) Die Behauptung, Themen wie Bittgebet und Fürbitte würden in der Wort+Geist Lehre eine Rolle spielen, muss zurückgewiesen werden. Vielmehr ist es so, dass Wort+Geist Dinge wie Sündenvergebung, Gesundheit und Wohlstand als bereits von Gott empfangen deklariert. Das hat zur Folge, dass von Wort und Geist Befürwortern die heilsnotwendige Sündenvergebung erst gar nicht für erforderlich erachtet wird, und Themen wie Krankheit und Wohlstand allenfalls mit der Gnosis übereinstimmen, vom Wort Gottes her aber katastrophal falsch interpretiert werden. Es entspricht der Rörnbachschen Bosheit, bestehenden Gemeinden in Bezug auf das Bittgebet eine „Bettlermentalität“ zu unterstellen, weil dies der massiven Abwerbung förderlich ist.

d) Wort+Geist sagt die Unwahrheit, wenn es behauptet, Heilung würde bei ihnen ohne Glaubensdruck gepredigt. Vielmehr ist aus den Audiomedien von Wort+Geist immer wieder zu vernehmen, dass kranke Menschen an ihrer Situation selbst schuld sind, weil sie die Krankheit in ihrem Leben zulassen, was sie ja nicht müssten dank ihres übernatürlichen menschlichen Geistes. Wort und Geist wirft den Christen bestehender Gemeinden in seinen Vorträgen erbärmlicher Weise oft genug vor, Christen würden ihre Krankheitssituationen sogar aktiv forcieren, weil sie dadurch eine Jammertalhaltung einnehmen könnten, die dann von den übrigen Christen bemitleidet würde.

e) Die Aussagen, mit denen Wort+Geist sich dahingehend verteidigt, dass es nicht Sündenbewusstsein sondern Christusbe-wusstsein predigt, müssen als unbiblisch zurückgewiesen werden. Das ergibt sich aus bereits vorher erklärten Zusammenhängen wie z.B. der bibelkonformen Tatsache, dass der Heilige Geist zuerst von Sünden überführt bevor er zu Christus hinführt.

f) Der Aussage, die Wort+Geist Bewegung sei keine „Helmut Bauer Bewegung“ muss zugestimmt werden. Verantwortlich für den ganzen theologischen Röhrnbach – Unsinn ist Herr Karl Pilsl. Zu kritisieren ist, dass hier Pastoren, die zuvor bibeltreue Gemeinden geleitet haben, sich auf den Pilsl – Irrsinn einlassen und nach Übernahme ihrer Gemeinden, den eigenen Gemeindegliedern die falsche Röhrnbach – Irrlehre predigen. Das die Individualität dieser verführten Pastoren nicht behindert wird ist gelogen. Es gibt genug persönliche Zeugnisse von „Röhrnbach – Aussteigern, die bezeugen, dass ein hundertprozentiges Bekenntnis zur Irrlehre abverlangt wird, andernfalls man umgehend rausgeworfen wird.

g) In diesem Punkt wiederholt sich Wort+Geist, so dass hier nicht noch einmal darauf eingegangen werden muss. Die den Gemeindeübernahmen vorausgegangenen Spaltungen sind der Behauptung entgegen von Wort+Geist eindeutig auf unbiblische Irrlehre zurückzuführen. Dass es sich bei Wort+und Geist um natürliches Gemeindewachstum handelt ist ebenfalls gelogen. Vielmehr ist die Vergrößerung das Ergebnis von brutal angewendeter Gewalt von Wort+Geist – Anhängern.

h) Die Behauptung, bei den Wort+Geist Lehren würde es sich im wesentlichen um theologische Ansichten handeln die ebenso in vielen anderen freien Gemeinden vertreten werden, muss mit Nachdruck widersprochen werden. Allenfall in extremcharismatischen „Wort des Glaubens“ Gemeinden, die auf der Lehre von Kenneth Hagin aufbauen, sind gelegentlich Ansätze der Wort+Geist Lehre auszumachen. Das hängt damit zusammen, dass der Erfinder dieser Lehren, Herr Karl Pilsl auf der Grundlage dieser Lehren aufbaut, obwohl diese schon in sich in großen Teilen dem Wort Gottes wiedersprechen. Selbst diese wurden von Herrn Pilsl derart verfälscht, dass nach Auskunft der Zeitschrift „Aufatmen“ Herrn Pilsl die Ordination der „Rhema Bible School“ wieder entzogen wurde.

i) Die Lehren über Wort und Geist in bezug auf seine menschliche Natur aus Seele und Körper, sind unbiblisch. Wort+Geist hat hier im Stil des „Neuplatonismus“ eine Scheidung von „Geist“ und Leib/Seele kreiert, mit dem Ergebnis, dass eindeutig der Geist als gut, und Leib und Seele als minderwertig angesehen werden. Herr Karl Pilsl lehrt in seinem Vortrag „Wovon soll ein Pastor leben“, dass die menschliche Seele lediglich eine Datenbank für das sei, was der menschliche Geist zulässt. Die Ausführun-gen von Wort+Geist, in den meisten herkömmlichen Gemeinden würde eine Bibelauslegung ausschließlich auf der Grundlage des „hebräischen Schriftverständnis“ stattfinden, hat keine Ahnung von den evangelikalen Theologieansätzen und stellt willkürliche Behauptungen auf, um bestehende Gemeinden zu diskriminieren und zu diskreditieren. Die Aussagen von der „hebräischen Seele“ sind religiöses Geschwafel und haben weder etwas mit der Bibel noch etwas mit der gelebten und gelehrten Praxis frier Christengemeinden zu tun. Es handelt sich hier um Ablenkungsmanöver von eigenem theologischen Versagen und willkürlich erfundener Irrlehre seitens Wort+Geist.

3. Schlussstatement

Entgegen der Beteuerungen von Wort+Geist in es in der christlichen Existenz nicht um unterschiedliche theologische Auffassungen, sondern um die „Eine „ Wahrheit, die aus der Bibel kommt. Wort+Geist muss es sich schon gefallen lassen, das es von denen kritisiert wird, die es vorsätzlich geschädigt, verleumdet, betrogen und bestohlen hat. Wort+Geist braucht sich hier nicht zurechtfertigen, denn für das gelebte Verhalten von Wort+Geist Anhängern gibt es keine Rechtfertigung. Hier geht es darum, anzuerkennen, dass Wort+Geist vorsätzlich durch erfundene unbiblische Lehre immensen Schaden im Leib Christi anrichtet. Dies kann nur korrigiert werden, durch aufrichtige Busse, Umkehr, Vergebung und öffentliches Widerrufen der verbreiteten Irrlehre, sowie öffentliche Entschuldigung von Seiten Wort +Geist auch für die Vorfälle, die durch außer Kontrolle geratene Handlungen ihrer Anghänger aufgrund von massiver Irrlehre geschehen sind. Wort+Geist handelt nachgewiesener Massen nicht im Geist göttlicher Liebe, sondern im Geist satanischer Irrlehre, die faule Früchte tiefen Leids willkürlich über Christen gebracht hat.


4. Anhang

Persönliche Anregungen von Pastor Michael Schmidt

Es ist einfach, eine positive Darstellung von einem Pastor zu veröffentlichen, dessen Gemeinde man zuvor übernommen und den Pastor in eigene Dienste genommen hat. Dies wurde allerdings in der Stellungnahme verschwiegen, so dass dieser Anhang sich nicht durch Wahrhaftigkeit, sondern durch den Versuch, die Leser vorsätzlich hinters Licht zu führen.

Sehr geehrter Herr Schmidt,
bezüglich Ihrer Anregungen entgegne ich Ihnen folgendes: Sie haben Ihre eigene Gemeinde und sich selbst verraten, indem sie sich aktiv an der Verbreitung teuflischer Irrlehre beteiligen, indem sie sich der Wort+Geist-Bewegung Röhrnbach angeschlossen haben.

Ich fordere Sie hiermit auf, Ihre „positiven“ Anmerkungen zu dieser Erklärung mit Bedauern zurück zu nehmen, in die aufrichtige Busse zu gehen und auf den weg der Wahrheit des Wortes Gottes zurück zu kehren. Sollte Ihr Stolz das nicht zulassen, werden Sie sich im Gericht Gottes für diesen Frevel verantworten müssen. Sie sollten einmal gründlich darüber nachdenken, dass falsche Lehrer einem besonders harten Gericht überstellt werden. Wenn Sie sich weiter an der Verbreitung Röhrnbacher Irrlehren beteiligen, müssen Sie damit rechnen, dass Jesus Sie im entscheidenden Moment nicht kennen wird.

Deshalb kehren Sie um, zögern Sie nicht, bei Gott ist viel Vergebung, für diejenigen, die aufrichtigen Herzens darum bitten. Leider sind die Darstellungen, die Sie hier zur Wort+Geist – Lehre vortragen, nicht der Wahrheit gemäß. Ich habe nach dem Studium von 55 Vorträgen aus der Fernbibelschule ein völlig anderes Bild. Nicht einer dieser Vorträge ist tatsächlich Bibelkonform. Über die von Ihnen propagierte priesterliche Gesinnung von Wort und Geist berichte ich kurz im letzten Absatz.


Warum ich mich zu dieser Gegendarstellung entschlossen habe:

Ich bin seit viereinhalb Jahren Pastor und Seelsorger der freien christlichen Gemeinde Fehmarn. Anfang 2005 hatte ein Ehepaar unserer Gemeinde in Bayern zu tun und machten bei dieser Gelegenheit auch einen Besuch bei Wort+Geist in Röhrnbach. Nach deren Rückkehr
begann dieses Ehepaar systematisch hinter meinem Rücken, die Gemeindeglieder gegen mich aufzuwiegeln. Im Mai 2005 meldete sich das Ehepaar bei mir zum Gespräch an und brachten zu meinem erstaunen zwei Älteste der Gemeinde mit. Mir wurde offeriert, dass der Heilige Geist unter meiner Leitung in der Gemeinde nicht wirken kann, obwohl bis zu diesem Zeitpunkt etwa 35 Personen aus der Welt zu Jesus gekommen waren. Viele andere Segnungen, Gebetserhörungen etc. Hatten sich ereignet. Ich wurde nun aufgefordert, einer Richtungsänderung zuzustimmen, die ich nicht verantworten konnte. Nachdem ich also abgelehnt hatte, begann wenige Tage später ein erdrutschartiges Desaster, in dessen Folge ich mich 5 Wochen lang krankschreiben lassen musste. Diese Leute versuchten in feindlicher Übernahme die Gemeinde in Form von terroristischen Maßnahmen zu übernehmen.

Von einer Anwaltskanzlei aus Frankfurt am Main, on der ich heute beweisen kann, dass sie mit W+G zusammenarbeitet, bekam ich einen zehnseitigen Brief, indem man mir u.a. bei Androhung von 5000 Euro Geldbusse je Zuwiderhandlung verbieten wollte, auf Fehmarn Gottesdienste abzuhalten. Man hat mir vorgeworfen, ich würde den guten Ruf der W+G Leute nachhaltig schädigen, den die sich auf Fehmarn angeblich in jahrelanger Arbeit erworben hätten, wenn ich nicht aufhörte dort zu predigen. Man hat mich beim BFP angeklagt und verleumdet, ich hätte mit Vereinsgeldern manipuliert und so getan als hätte ich Geld unterschlagen, obwohl weder diese Leute noch ich noch die Gemeinde irgendetwas mit dem BFP zu tun haben. Die Wort+Geist Leute haben mit einer 2. Bankkarte das Vereinskonto selbst vollständig geplündert, damit mir kein Gehalt mehr gezahlt werden konnte. Ich wurde überall verleumdet, ich hätte einen Kaufzwang und hätte ständig Vereinsgelder verwendet um Dinge zu kaufen, die der Verein gar nicht brauche. Man hat mich hinter meinem Rücken in verschiedenen Singlebörsen und auf Seitensprungseiten angemeldet um hinterher zu behaupten, ich würde außereheliche Beziehungen pflegen. Man versucht, mich wirtschaftlich zu ruinieren um mich zur Aufgabe zu zwingen. Dann hat man versucht meiner Gemeinde die Räumlichkeiten wegzunehmen und behauptet bis heute öffentlich, ich hätte den Leuten die Räume unterschlagen.

Dies alles sind nur einige Beispiele von dem was hier vor sich ging. Man hat mich gesundheitlich schwer geschädigt, hat mir über 18.000 Euro Gehalt vorenthalten, hat meinen Ruf auf das Übelste geschädigt und meine Gemeinde hat sich zu 50% gespalten. Mir liegen mehrere Briefe vor von Menschen, die mir geschrieben hatten, sie waren unmittelbar bereit ihr Leben Jesus zu übergeben, würden aber wegen der Vorkommnisse von diesem Vorhaben zurücktreten.

Für alle diese Dinge ist Wort+Geist in Röhrnbach nachweislich unmittelbar verantwortlich, die durch falsche Lehre, Manipulation, Verleumdung, Lüge Betrug, Diebstahl und Hetze funktionierende und bibeltreue Gemeinden zerstört, um Selbst einen Fuß in die Tür zu kriegen.

Die auf Fehmarn für das Chaos Verantwortlichen kann man hier auf den Originalfotos von einem Treffen der Fernbibelschüler in Hildesheim sehen:


http://www.wortundgeist-nord.de/

Treffen der Fernbibelschüler klicken, dritte Bilderreihe rechts zweite Reihe und vierte Reihe rechts der stehende Mann im weißen Oberhemd.)

Ich warne hiermit jeden, der das liest ausdrücklich vor dieser Sekte Wort+Geist Röhrnbach, die mit Irrlehre und ungesetzlichem Verhalten alles tun, damit W+G hier im Norden einen Standort bekommt, von dem aus sie sich ausbreiten können.

Ich fordere alle Pastoren auf, darauf zu achten, ob in Ihrer Gemeinde Fernbibelschüler sind, die diese Röhrnbach CD`s anhören. Bitte versucht alles, die davon abzubringen, denn sonst ist das Chaos in Euren Gemeinden vorprogrammiert.


Bitte veröffentlicht die drei Teile meiner Erwiderung und die Erklärung von W+G Röhrnbach in allen Euch bekannten Foren.
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Zuletzt geändert von rolf.h.43 am 23.09.2006, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Stryper » 23.09.2006, 16:59

Dieser Beitrag ist nicht in der Liebe geschrieben. Es werden hier Menschen persönlich angegangen. Das macht mich ein wenig traurig.

Ich muss der ersten Stellungnahme von Wort und Geist zugute halten, dass sie zu keiner Zeit jemanden persönlich angegriffen haben, wie es von der Gegenseite dann durchgeführt wurde. Meiner Meinung nach ein Pluspunkt für Wort+Geist für Gelassenheit.

Aber mal eine andere Frage: Ist es ok, dass dieses Forum für solche Propaganda benutzt werden darf? Oder wiederspricht es nicht ein wenig den ForumsCodex? :cry:

Jede Art von Konfessionskriegen, sowie Lästern und Tratschen über christliche Gruppierungen, Gemeinden oder Personen werden nicht geduldet.
Es ist durchaus in Ordnung, wenn hier Meinungen und Praktiken hinterfragt und diskutiert werden, es gibt jedoch einen feinen aber wichtigen Unterschied zwischen solchem kritischem Hinterfragen und dem Verurteilen und Verunglimpfen anderer - dieser Unterschied muss unbedingt beachtet werden.
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 17:09

Vielleicht liest Du dann ma meinen letzten Abschnitt "Warum ich mich zu dieser Gegendarstellung entschieden habe" damit Du mal etwas von der Liebe erfährst, die von Wort und Geist ausgeht.

Im übrigen ist Klarheit immer Liebe! Aber es gibt Menschen, die verteidigen aus einem falsch verstandenen Liebesgebot Terroranschläge auf Bibeltreue Gemeinden. Erkundige Dich doch mal über das charismatische Missionswerk "Lebendiges Wort" in Hildesheim. Heute Wort+Geist Zentrum. Dort hat man die gemeinde von Wort und Geist so zerschlagen, dass von 400 Gottesdienstbesuchern 30 übrigblieben. Ein echtes Zeichen christlicher Nächstenliebe!!

Herzliche Grüße

Rolf
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Beitragvon Stryper Reloaded » 23.09.2006, 18:10

Stryper hat geschrieben:Dieser Beitrag ist nicht in der Liebe geschrieben. Es werden hier Menschen persönlich angegangen. Das macht mich ein wenig traurig.


Ich möchte dich mal sehen, wie du einen Beitrag "in Liebe" verfasst, wenn dir so etwas passiert ist wie Rolf. Ich habe nicht alles gelesen und habe um ehrlich zu sein auch absolut keinen Bock mich mit diesem Zeug auseinanderzusetzen. Ich halte von Bauer jedenfalls nichts und habe auch nicht vor dorthin zu fahren. :lol:
Ich sags ja, dieser ganze neumodische Wort des Glaubens Kram ist wie eine Seuche.
Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.
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Beitragvon Stryper » 23.09.2006, 18:14

-verschoben-
Zuletzt geändert von Stryper am 23.09.2006, 18:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Stryper Reloaded » 23.09.2006, 18:21

Ja am besten alles löschen, damit noch viele andere Christen in den Genuß solch einer Erfahrung kommen, ist ja mal wieder typisch. :roll:
Warnen darf man anscheinend niemanden mehr....
Ich kann nicht beurteilen, was da genau passiert ist, aber wenn es nur halbwegs so war wie Rolf schildert, dann wäre ich auch verdammt sauer.
Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 18:35

Ich habe mir die Mühe gemacht, und einen Vortrag des angeblichen Bibelschulleiters der Fernbibeslschule Röhrnbach von der CD mitgeschrieben.
So kann sich jeder selbst überlegen, ob es sich hier um Gottes Wort handelt.


Hier die wörtliche Mitschrift in Auszügen.
In diesem vortrag ist sehr deutlich zu erkennen, wie die Menschen manipuliert werden.


Fritz Zellner: Bibelschulvortrag Herbstsemester 2005 Vortrag Nr. 6
Thema: Die Zeichen der Zeit




Fritz Zellner
Pastor und Bibelschulleiter

ist Pastor des WORT+GEIST ZENTRUMs in Röhrnbach und seit 2001 als Lehrer in der Bibelschule tätig. Seit September 2004 leitet er die Bibelschule des WORT+GEIST ZENTRUMs.

Tatsächlich ist Zellner gelernter Becker ohne theologische Ausbildung, wenn man mal davon ausgeht, dass er bei Karl Pilsl im Unterricht ear, dem selbst die Ordination von der Rhema Bibleschool in Tulsa aberkannt wurde. Fraglich ist auch welche mir unbekannte Bibelübersetzung hier verwendet wird.



Die Zeichen der Zeit

Die göttliche Kraft hat uns alles zum Leben gegeben.


Jes 60,1 Steh auf, Jerusalem, und leuchte! Denn das Licht ist gekommen, das deine Finsternis erleuchtet. Die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir wie die Sonne.

Jes 60,2 Noch bedecken dunkle Wolken die Erde, alle Völker leben in finsterer Nacht. Doch über dir leuchtet das Licht des Herrn auf, und seine Herrlichkeit überstrahlt dich.
(Zellner liest: „Seine Herrlichkeit erscheint in Dir.“)

Jes 60,3 Andere Völker werden von diesem Licht angezogen, (Zellner liest: „Und es ziehen Nationen hin zu Deinem Licht“) ihre Könige eilen herbei, um den strahlenden Glanz zu sehen, der über dir aufgegangen ist. (Zellner liest: „...und Könige eilen herbei zum Glanz Deines Aufgangs.“)

Das heißt, wenn Du zum Beispiel in einer Bäckerei bist (Zellner ist gelernter Bäcker) dann stürzen die Leute herein, weil sie wissen, dass Du drinnen bist! Kannst Du Dir das vorstellen: Wenn Du irgendwo bist, auf einmal laufen Dir die Menschen nach, und sie wollen sich auf Dich werfen, weil sie diese Herrlichkeit Gottes brauchen.

Die haben sogar Dächer ausgerissen. Das kann Dir auch passieren: Du schläfst in der Nacht und auf einmal arbeitet ein Presslufthammer droben auf Deinem Dach. Und sie sagen: Wenn ich nicht zur Haustür reinkann, dann will ich da durchs Dach, weil die Herrlichkeit Gottes in Dir hervorkommt.

Und Jesus konnte nicht wandeln in er Herrlichkeit, in der er eigentlich war, weil er ein Erlösungswerk zu bewerkstelligen hatte. Aber jetzt ist das Erlösungswerk getan. Wir haben die Herrlichkeit des Herrn zur Verfügung. Wir haben eine Stimme, wir haben eine Herrlichkeit, und die Welt wartet auf diese Herrlichkeit, die etwas anderes darstellt als eine gefallene Natur. Sie sehnen sich danach. Könnt ihr Euch die gewaltige Gnade vorstellen, in der wir jetzt sind? Nicht im 15. Jahrhundert, nicht im Mittelalter, sondern jetzt in dieser gewaltigen Erntezeit. In der Zeit, wo die Herrlichkeit Gottes in Dir wirkt. Das ist der Heilige Geist, und diese Kraft ist 24 Stunden am tag in Dir da.

Nd da gibt es noch viel mehr. Das wir immer mehr in diese Geistwelt eintauchen, und Dinge sehen, die wir noch nicht erlebt haben. Der Glaubende tut die Werke Gottes. Er tut, was für andere unmöglich ist. Das ist der Heilige Geist selbst in uns!


Jes 60,4 Schau dich um! Aus allen Richtungen strömen sie zu dir: Von weither kommen deine Söhne, und deine Töchter werden auf den Armen herbeigetragen.. (Zellner liest: Und es ziehen Nationen zu Dir.“)

Der Heilige Geist hat mir vor einiger Zeit gesagt: Hör auf für Deutschland zu beten. Ihr seid für Nationen. So unendlich wie der Sand des Meeres. Ein Segen für Nationen. Und wir hier reden alle von uns. Das ist nicht das Ende, das ist der Beginn. Wir haben etwas erhalten, wo wir am Beginn stehen. Wo wir immer tiefer sehen, welche Fähigkeiten wir haben. Wie gewaltig wir geschaffen sind. Wir erden nur noch von etwas Übernatürlichem geführt, und deshalb kommen ja die Nationen. Die Kraft Gottes bewegt das Irdische auf übernatürliche Weise. Und wenn Du dann über die Donau gehst und nicht über die Brücke, und Du bist dann in Hawai, dann bist Du entrückt, dann hast Du die himmlische Airline genommen. Dann bist Du erster Klasse geflogen durch den Heiligen Geist. Du hast nicht zehn stunden im Flugzeug verbringen müssen, Du warst in einem Nu dort. Die Welt des Geistes herrscht über das Irdische. Das ist das, was die Nationen sehen werden. Die Herrlichkeit des Herrn!!


Jes 60,5 Was du da siehst, lässt dein Herz höher schlagen, du wirst vor Freude strahlen. Denn die Händler, die über das Meer reisen, werden ihre Schätze zu dir bringen; den Reichtum der Völker wird man bei dir aufhäufen. (Zellner liest: „Die Fülle des Meeres wird sich zu Dir wenden.“)

Was ist der Reichtum der Nationen? Der Reichtum der Nationen ist nicht nur Geld. Der Prophet sieht hier etwas ganz anderes. Der Reichtum der Nationen das sind die, die für das Heil vorbereitet sind. Der Reichtum: Alles wird fließen. Sie werden kommen, sie werden angezogen. Das ist unsere Zeit der Zubereitung. Das die zeit der Herrlichkeit hervorfließen kann.

Es ist das Wort. Und es ist die Zeit, wo der heilige Geist immer deutlicher zeigen wir, wo das Wort nicht gepredigt wird. Wo dieser Christus in uns nicht gepredigt wird. Wir befinden uns in einem Bund, und in diesem Bund bewegt sich der Heilige Geist. Entscheide Dich. Nimm das an, was ich Dir jetzt anbiete.

Du willst doch, dass Du heilig bist wenn die Nationen kommen. Real geführt und so erkennen, wie Du es vom Sichtbaren nicht erkennen wirst. Ihr habt die Salbung, und die Salbung belehrt Euch über alles. Und sie ist echt und wahr, und wie sie Euch belehrt, so bleibt darin


Die Menschen werden nur von etwas Übernatürlichem geführt, die Herrlichkeit Gottes ist nicht abhängig von irdischen Dingen. Sie bewirkt das Irdische auf übernatürliche Weise, und deshalb werden die Nationen kommen. Das sind die, die bisher so einseitig waren in der Lehre. Die das alles nicht wollten, sie werden uns nachlaufen.

Der Herr ist es der gesagt hat: Ihr werdet über die Nationen herrschen mit mir. Ihr werdet die Völker hüten mit eisernem Stab. Ich werde Euch über Nationen setzen. Es ist die Zeit! Jetzt ist die Zeit. Es ist die Zeit sich zu entscheiden. Ich mach keine Webung für die Bibelschule. Ich mach Werbung für den Heiligen Geist. Ich mach Werbung für Gott in Dir! Du bist nicht hier umsonst. Spürst Du das, wie sich das immer mehr und mehr in Dir bewegt? Wie etwas heranwächst, wo Du nicht mehr lassen kannst davon?

Es ist die Anziehungskraft des Heiligen Geistes. Und Du wirst immer mehr freigesetzt. Und Du wirst immer anziehender. Wir sind dabei uns zu verändern. Warum? Weil die Nationen kommen sollen. Woher sollen die Kinder Gottes die Nationen nehmen, wenn sie verstrickt sind in religiöse Dinge. Wo sollen die Nationen denn hingehen, wenn sie sagen: Da ist nichts freies, da ist nicht eine Kraft Gottes, da ist eine andere Kraft da, die uns Negativ macht.
Durch diese Offenbarung wird das bestätigt, was Gott vorhat. Dadurch werden die Menschen wirklich in die Freiheit geführt. Nicht in die Freiheit des Fleisches. Das der eine oder andere von dem graben der Religionen herausgerissen wird in den graben des Übergeistlichen, wo er sagt: Ach der Heilige Geist macht das schon alles.

Aber ich sag Euch eines: Mir ist es lieber, einer ist ein bisschen freier im fleisch, als religiös.
Lieber versteh ich einen, der sein Leben Leben will und oft im Fleisch lebt und hundert fehler macht, als einen, der nur so herumgeht, nach dem Motto: Darf ich des machen, darf ich des machen...

Kannst Du Dir vorstellen: Die Christenheit, wenn sie alle so herumlaufen, dass sie attraktiv sind für die Welt? Das ist dieses eingesperrt sein, dieses nicht mehr natürlich sein. Wenn wir uns nicht mehr darüber freuen können, dass die Nationen kommen, und stattdessen fragen: Was ist mit meiner Rente? Ausgerentet! Es gibt keine Pension für uns. Es gibt nur einen, der sucht Arbeiter im Erntefeld. Und das beste wird kommen. Im Überfluss. Das, was die Welt Dir geben kann im Ruhestand, ist ein Dreck dagegen, gegen das, was Gott Dir bietet. Es ist wuscht, was Dir dr eist der Welt einreden will, Deine Zukunft ist gesichert. Du bist ein Sohn, eine Tochter des Allerhöchsten. Gesegnet mit seiner Natur selbst.

Wir wollen uns das noch einmal anschauen. Das ist das prophetische Reden für diese Zeit.
Spürst Du dieses Zeugnis in Dir? Dann lass es nicht wieder zudecken. Steh auf! Der Geist Gottes ist in Dir. Nur, aufstehen heißt, eine Entscheidung treffen. Was soll ich tun? Ich freu mich darauf, dass sich das hier bei uns multipliziert. Am Anfang hatte ich mich dagegen innerlich gewehrt. Ich habe gedacht: Wo sollen aus ganz Deutschland die Leute herkommen?
Ich hab gedacht. Wenn es denn 50 werden würden, und nach zwei Wochen waren es schon 250!! Die Nationen kommen.

Aber jetzt liegt es an uns. Gott braucht diese Söhne und Töchter, durch die er seine Herrlichkeit verströmen kann. Hat Dich jemand gezwungen hierher zu kommen. Du investierst dich gerade in etwas Gewaltiges. Du investierst Dich in den Plan Gottes. Du investierst Dich in Gott selbst. Du investierst Dich in Menschen, weil Du weiterkommen willst. Du willst ja diese Herrlichkeit Gottes verstrahlen. Du willst immer mehr Bewusstsein haben: Wer bin ich in Christus? Du willst geführt werden vom Heiligen Geist? Wir sind doch nicht hier aufgrund unseres Verstandes.

Nun, schauen wir uns an, was der Heilige Geist tun will.

In Johannes 16;13 sagt Jesus: Noch vieles hätte ich Euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Jesus sprach zu den Jünger. Sie konnten es nicht tragen, aber wir können es tragen. Er sprach zu den Jüngern: Ihr könnt es noch nicht verstehen, aber wir können es verstehen. Gott hat vor, dass er uns in die ganze Wahrheit leitet. Nicht in die Wahrheit der Welt, sondern in seine Wahrheit. Willst Du endlich den ganzen Blick haben?


Das was ich in Jesaja 60 zu Euch gesagt habe, das ist schon da, und Du bist in seinem Plan.
Hör auf Dich zu sorgen, dass Du etwas momentan in deinem Leben ändern musst. Bleib dabei wo Du bist, und er führt dich heraus wo Du heraus musst und führt dich hinein, wo Du hinein musst. Er hat das Beste mit Dir vor, wenn er wirklich der in uns ist. Du bist ein Sohn der den Plan Gottes ausführen soll. Gott sagt: Ich will, dass das meine Söhne tun. Ich habe sie zu meinen Botschaftern gemacht.

Ich kann Euch sagen, was der Reichtum der Herrlichkeit ist. Ich kann Euch den ganz genau beschreiben.. Der Reichtum ist unbegrenzt. Weil Gott unbegrenzt ist. Alles ist in uns angelegt. Alles ist da. Goldene Straßen sind für Dich vorbereitet. Wir sind zum Siegen geboren. Aber was ich Dir sag: Entscheide Dich. Du bist weit erhoben. Du hast eine Kraft zur Verfügung, die unendlich ist. Nichts und niemand kann Dich da antasten. Du hast alles zur Verfügung, um etwas zu verändern. Wenn ER Dich beauftragt, das Universum einzuruollen wie ein Buch, dann wirst Du sprechen: Universum roll Dich ein, und alles wird geschehen. Und er wird sagen: Mach ein Neues, und die Kraft fließt. Heute ist der tag, der Dir gehört und jetzt musst Du Dich entscheiden.

Wir sind nicht hier, um ein Leben des Durchexistierens zu führen, ein Leben der Unauffälligkeit, dass der Teufel uns ja nicht bemerkt. Nein, es ist die Zeit des Wortes, es ist die Zeit des Geistes. Wenn das richtige Wort verkündigt wird, dass Wort des Neuen Bundes, das Wort des Evangeliums, das Wort, das Jesus am Kreuz getan hat, dann ist der Heilige Geist bei uns. Wir sind dazu da, den Neuen Bund zu verkündigen. Mit all dem, was uns gehört. Mit all dem Erbe, das wir bereits angetreten haben. De Heilige Geist ist bei den Geschenken dabei. Du hast Weihnachten jeden Tag. Von Null Uhr bis vierundzwanzig Uhr Geschenke auspacken. Es ist die Kraft in Dir. Das war der Weihnachtsgottesdienst. Wort und Geist. Nicht umsonst heißen wir so. Gott will das Wort und den Geist. Und wenn heute Pastoren hier sind: Nimm das Wort an. Wir haben alle mal falsch gepredigt. Hört auf unsere Leiter, sie wollen Euch auf die grünen Auen führen. Sie sind dabei, die Hirten und Lehrer zu erwecken und in die Fülle hineinführen.

Der Sieg ist für uns. Und wenn Du den Heiligen Geist fragst, dann wird er sagen: Hey, der Sieg ist für uns, Du hast keine Niederlage, geh weiter, es wird immer stärker. Die Herrlichkeit gehört Dir. Aber du musst Dich entscheiden.



Ich habe in dieser Predigt 25 Hauptpunke gefunden, die Zellner falsch gelehrt hat:

Was Zellner falsch gepredigt hat


Zellner behauptet fälschlicherweise:

- Zellner geht davon aus, dass sich Jesajas Predigt auf lebende Personen bezieht, die im Sinne der W+G Lehre als Christen zu bezeichnen sind. (Siehe beispiel Bäckerei)

-Zellner geht davon aus, das das hier genannte Licht über den W+G - Jüngern scheint, und das die Leute der Welt diesen deshalb hinterherlaufen.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass dieses Licht aus Jesaja 60;1 die Herrlichkeit Gottes über denen, die richtig glauben, physikalsich sichtbar wird. (Deswegen brechen die sogar durch die Dächer in unsere Häuser ein.)

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass Jesus in dieser Herrlichkeit des Lichts nicht wandeln konnte, weil er mit dem Erlösungswerk beschäftigt war.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass wir jetzt in einer Gnade leben, in der Jesus noch nicht war.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass diese den Chriosten seiner Denkart leuchtende Herrlichkeit der Heilige geist ist, der ihnen jetzt 24 Stunden täglich zur Verfügung steht. (Ich erinnere an Jesu taufe und die herabkommende Taube, da Zellner offensichtlich davon ausgeht, dass Jesus den Heiligen Geist noch nicht hatte, weil diser erst nach seinem Tod ausgegossen wurde.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass Christen, um diese Erfahrung des "Lichts über mir" in eine sogenannte Geistwelt eintauchen müssen.

- Zellner geht irrtümlich davon aus, der heilige Geist hätte ihm gesagt, er solle nicht mehr für Gott beten, sondern für die Nationen.

-Zellner geht davon aus, das die Nationen Scharen von Menschen sind, die zum Glauben kommen. Er glaubt also, hier würde eine Erweckung prophezeiht.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass die Zeit der nationen eine Zeit der Zubereitung ist.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, das diese Zubereitungszeit dazu da ist, den Christen die Augen zu öffnen, wo überall das Wort Gottes nicht gepredigt wird. (Deshalb die negativen Aussagen über bestehende Gemeinden)

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass Christen ausschließlich durch übernatürliche Dinge geführt werden, und das alles Irdische keine Rolle spielt.

-Zellner geht irrtümlicherweise davon aus, dass die Nationen nur deshalb kommen, weil der Heilige geist in unseren Tagen übernatürliche Dinge bewirkt.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass jetzt die Zeit ist, wo Christen über die Nationen herrschen.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass Christen immer mehr freigesetzt werden sollen, immer attraktiver werden, weil die Nationen kommen sollen.

-Zellner stellt die obskure Frage, woher die Christen die Nationen nehmen sollen, wenn sie in religiöse Dinge verstrickt sind.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass die Nationen nicht wissen, wo sie hingehen sollen, wenn die christen nicht frei sind.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass es die Aufgabe der christen sei, im Übernatürlichen zu graben.

-Zellner ist irrtümlicherweise der Ansicht, es sei besser, fleischlich, als religiös zu sein.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, die Christenheit würde unatraktiv herumlaufen, weil sie religiös und nicht übernatürlich ist.

-Zellner geht irrtümlicherweise davon aus, dass die Reichtümer der Nationen materielle Güter sind, die den übernatürlichen Christen gebracht werden damit sie im überfließenden marteriellen Wohlstand leben können.

-Zellner geht irrtümlicherweise davon aus, dass dieses "Steh auf" eine göttliche Aufforderung ist, das traditionelle Christentum zu verlassen und in den bereich des Übernatürlichen einzutauchen.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass sein Erleben, dass innerhalb weniger Wochen 250 Leute bei W+G waren bedeutet, dass die Nationen kommen.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass die Entscheidung für W+G bedeutet, sich in den Plan Gottes zu investieren.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass Jesaja 60 etwas mit Joh. 16;13 zu tun hat.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass sich die Prophetie von Jes. 60;1-6 bereits erfüllt hat und seine gläubigen Zuhörer im Plan Gottes sind.

-Zellner geht irrtümlich davon aus dass wir jetzt in der Zeit des Wortes und des Geistes leben, und dass jetzt die Aufgabe des Heiligen Geistes ist, uns mit Geschenken zu überschütten.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass alle Pastoren, die etwas anderes predigen, falsch predigen.

-Zellner geht irrtümlich davon aus, dass richtiger glaube, wie er ihn lehrt dazu führt, dass die die diese Lehre annehmen, keine Niederlagen mehrt erleben.


Ich habe jetzt 25 Irrtümer definiert, und dabei wahrscheinlich etliche noch unerwähnt gelassen. Dieser Vortrag wird immerhin von einem gehalten, der sich selbst "Bibelschulleiter" nennt. Ich nehme mir die Freiheit, aus dieser protokollierten Fehlleistung Rückschlüsse zu ziehen.

Herzliche grße und Gottes Segen

Rolf
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Beitragvon Stryper » 23.09.2006, 18:47

-schon wieder verschoben. 8)
Zuletzt geändert von Stryper am 23.09.2006, 21:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 18:48

Ich habe übrigens 55 dieser Vorträge gehört. Keiner ist irgendwie besser gewesen als dieser Zellner Vortrag. Bei Wort+Geist geht es offensichtlich um Abzocke im großen Stil, und man ist bereit, dafür den Leib Christi kaputt zu machen. Matthäus 24 läßt grüßen.
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 18:51

Artikel in Aufatmen 03/2006:

Zitat:

Leckerer Fisch mit tödlichen Gräten?Heilung, Spaltung und Zerstörung: Helmut Bauer und das Glaubenszentrum „Wort + Geist" in Röhrnbach

von Debora Roth Röhrrnbach

. Eine beschauliche Marktgemeindetief im Bayerischen Wald, nah , an der tschechischen Grenze. Knapp fünftausend Einwohner leben hier. In letzter Zeit hat sich der Erholungsort zu einer regelrechten Pilgerstätte entwickelt, was vor allem an einer Gemeinde namens ,Wort + Geist" liegt. Röhrnbach ist Zentrum und Urzelle mittlerweile vierzehn Tochtergemeinden zwischen Klagenfurt und Hildesheim, die in den letzten fünf Jahren in Deutschland und Österreich gegründet wurden. Neben den monatlichen Heilungsgottesdiensten zieht zur Zeit vor allem die Bibelschule Christen nach Röhrnbach. Unterdessen findet die Lehre von, Wort +i Geist" immer mehr Anhänger, während sie gleichzeitig die Gemüter scheidet und Gemeinden spaltet.18. April 2006. Viermal im Jahr lockt das ' Zentrum zur einwöchigen Vierjahreszciten-Bibcl-Schule mehrere Hundert Besucher an. Das „Wort + Geist"-Zentrum ist nach dem Eingangsschild das Erste, was Besucher von Röhrnbach zu sehen bekommen. Der Saal im ehemaligen Möbelhaus ist mit einem bunt gemischten Publikum gut gefüllt. Wer noch einen Platz ergattern konnte, hat sich Monate im Voraus angemeldet. Bayerischer Lokalkolorit ist allgegenwärtig, den n in Röhrnbach wird nicht nur gern auf gut bairisch gepredigt, man hat sich lobpreistechnisch auch am regionalen Musikgeschmack orientiert. Und so versetzt die hauseigene „Dynamit-Sand" die gelegentlich begeistert mitschunkelnde Bibelschulgemeinde in eine gelöste Festzeltatmosphäre - Lederhosen und schmetternde Trompetensoli inklusive.In der ersten Reihe sitzt Helmut Bauer. Der von den meisten liebevoll „Pastor Helmut' genannte Leiter des Zentrums sticht allein durch seine große Statur und die dunklen Kringellocken erkennbar aus der Menge hervor. Erst recht, wenn er in sein ansteckendes, lautes Lachen aufbricht. Die Geschichte des Begründers von „Wort + Geist" ist außergewöhnlich: Im Jahr 1990 erlebt der Raufmann im Außendienst eine intensive Begegnung mit dem heiligen Geist - und das, obwohl er, so berichtet die Zeitschrift „Charisma", vorher nie etwas mit Jesus Christus zu tun gehabt habe. Er übergibt sein Leben Jesus, vier Jahre später schließt er sich der freien Christengemeinde im niederbayrischen Freyung an, wird Mitglied im Leitungskreis der Gemeinde und gründet einen Hauskreis.Bald aber wird deutlich, dass Bauer Ambitionen hat, die mit denen der Gemeinde nicht konform gehen. Die theologischen Unstimmigkeiten offenbaren sich an verschiedenen Stellen. So zeigt Bauer nur wenig Interesse an einem überkonfessionellen Leitertreffen, in dem für Einheit im Leib Christi gebetet wird. Stattdessen zeigt er bald eine ganz eigene Haltung in Bezug auf den Umgang mit Sünde: „Es gibt nur einmal Buße und Umkehr", soll Bauer zu Hildegard Jankenschläger gesagt haben, die damals mit ihm im Leitungskreis war und noch immer zur Freien Christengemeinde gehört. Gleichzeitig soll er der Gemeinde vorgehalten haben, im Gesetz zu leben, während er selbst aus Gnade lebe. Nachdem es zudem Differenzen in Bezug auf die von Bauer favorisierte Wohlstandslehre kommt, macht dieser deutlich, sich der Meinung der Gemeindeteilung nicht unterordnen zu wollen.1999 verlässt er die Gemeinde, im Schlepptau rund die Hälfte der Freyunger Gemeindemitglieder. Die Bitte, keine neue Gemeinde zu gründen, schlägt er ab.„Wir haben nach dieser Spaltung als Gemeinde noch lange Jahre zu kämpfen gehabt", schildert Jankenschläger.Sündlosigkeit im AngebotBauer besucht von 1997 bis 1999 das ,,Rhema"-Bibeltrainingszentrum im österreichischen Wels. Seine neu gegründete Hauskirche wächst stetig. Hildegard Jankenschläger erklärt sich dies damit, dass der redegewandte ehemalige Vertreter in Gemeinden im Umland immer wieder mit der besonderen Freiheit geworben habe, die in seiner Gemeinde herrsche. Kritik wies er stets ab: Er könne ja nichts dafür, wenn ihm die Leute nachliefen. In den Jahren 200Ü und 2001 werden erste Tochtergemeinden gegründet, 2002 wird der Sitz der Gemeinde schließlich nach Röhrnbach verlegt - mitsamt der neu gegründeten Bibelschule, deren Teilnehmerzahl von anfangs sechzig auf heute über tausend anwächst. Mittlerweile ist das Interesse so groß, dass die Bibelschule auch ins Haus kommt: per Audio-CDs, Internetdownload oder MP3. Monatlich werden gegen eine Gebühr von 100 Euro pro Teilnehmer allein für die Bibelschule 24.000 CDs kopiert, denn der Unterricht umfasst neun Stunden Lehre pro Woche.Worin jedoch unterscheidet sich die Lehre von „Wort + Geist" von der anderer Gemeinden? „Der Unterschied liegt darin, dass die normale Bibellehre wenig bewusstseinsbildend ist, sie ist eher eine Verstandesinformation. Das verändert dich nicht", heißt es. Mit „Bewusstsein" ist die Erkenntnis über die neue Identität durch Christus gemeint, begründet durch Bibelstellen wie Galater 2,20 und Kolosser 1,27. Die Betonung, dass der Mensch nicht nur ein leib-seelisches, sondern ein geistliches Wesen sei, ist wohl selten so deutlich formuliert worden wie hier. Mit der Bekehrung wird - der Lehrmeinung von „Wort + Geist" zufolge - der Mensch zur Gerechtigkeit, womit auch das Thema Sünde angeblich ein für alle mal beseitigt ist. Zumal der neue Mensch ja nur noch im Fleisch, jedoch nicht im Geist sündigt. Daher wird auch das Hinweisen auf Sünde bei „Wort + Geist" abgelehnt. Helmut Bauer erklärt: „Wenn wir beginnen, die Menschen in ein Sündenbewusstsein zu führen, handeln wir religiös". In der Kinderbibelschule von „Wort + Geist" wird den Acht- bis Zwölfjährigen der Umgang damit beigebracht. Mit Römer 8,1 („In Christus gibt es keine Verdammnis") und der Begründung auf ihr neues Leben sollen sie Vorwürfe in Bezug auf fehlerhaftes Verhalten selbstbewusst abweisen.Mei, geht's mir guat!Ihre Wurzeln hat die Lehre bei Wort + Geist in der so genannten „Wort-des-Glaubens"-Bewegung. Diese aus dem angelsächsischen Raum stammende Lehre ist in Deutschland vor allem durch die Bücher des US-Amerikaners Kenneth Hagin bekannt geworden, der vor Jahren in einigen charismatischen Gemeinden großen Anklang fand. Sie vertritt, dass „der Mensch primär ein geistbegabtes Wesen ist, das mit Hilfe seines Geistes und seiner Vorstellungskraft, sofern diese mit Gottes Geist verbunden sind, teilhat an göttlicher Macht und erneuernden und heilenden Einfluss auf Seele und Leib ausüben kann" fasst Reinhard Hempelmann von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen die Dogmatik dieser Bewegung zusammen. Zentral ist hierbei, dass „Realität durch die Vorstellungskraft des Geistes und das Bekennen des Mundes geschaffen wird. Durch das Proklamieren des göttlichen Gesetzes kann der Mensch Krankheit und Armut überwinden und seine Lebenssituation grundlegend verändern".Eine Sicht, die sich auch in den Predigten von „Wort + Geist" niederschlägt. Zum Beispiel wenn Fritz Zellner, der Leiter der „Wort + Geist"-Bibelschule seinen Zuhörern zuruft: „Du bist Geist! Du bist aus Gott geboren! Du wirst nicht Geist, wenn die natürlichen Dinge, die Elemente dieser Welt dein Leben dominieren, wenn du von den Umständen gelebt wirst". Dass ein konstantes Ignorieren von Krankheitssymptomen bei gleichzeitigem Proklamieren von „Wort + Geist"-Slogans wie „Mei, geht's mir guat!" gesundheitliche Risiken bergen könnte, wird hier nicht thematisiert. Zweifel oder Probleme mit dem Glauben sind hier ohnehin nicht existent, denn - so Zellner: „Du hast keine Schwierigkeit zu glauben, weil deine Natur erfüllt ist Du bist ein Glaubender!"Mit der Betonung des Ist-Zustands, sprich, dass durch Jesu Auferstehung der Sieg bereits errungen und alle Probleme gelöst sind, hängt auch die Sicht von „Wort + Geist" auf Krankheit zusammen: „Krankheit gehört (...) nicht zu uns und hat bei keinem Menschen etwas verloren. Beanspruche Gottes Verheißung für deine Heilung und deine Gesundheit! Gottes Wille für dich ist ein Leben ohne Krankheit und ohne Schmerzen!", so heißt es auf der Website von „Wort + Geist".Gemeinde-Tourismus und HeilungsgabeTatsächlich sind es die monatlichen Heilungsgottesdienste, für die „Wort + Geist" zunächst bekannt wurde. Die besondere Heilungsgabe ist Gesprächsstoff an den Stammtischen im niederbayrischen Umland, sie hat allerdings auch in vielen Gemeinden in Deutschland und Österreich einen schieren Gememdetourismus ausgelöst: Stunden vor Beginn der Heilungsveranstaltung werden hier Plätze besetzt, berichten Besucher. Die Quote der Spontanheilungen während der Heilungsgottesdienste wird intern auf fünfundachtzig bis neunzig Prozent geschätzt. Wie viele dieser Heilungen aber tatsächlich von Dauer sind, ist unbekannt. Fakt ist jedoch, dass man bei „Wort + Geist" auch für so exotische Praktiken wie dem Auflegen von „gesegneten Taschentüchern" offen ist - eine moderne Interpretation von Apostelgeschichte 19,12.Laut einer Presseerklärung sollen sich von den etwa tausend Besuchern monatlich zugleich etwa zweihundert bekehren. Tatsächlich gehören trotz rund zehntausend Gottesdienst-Besuchern in den letzten Jahren aber kaum mehr als zweihundert Personen fest zur Gemeinde vor Ort in Röhrnbach. Was daran liegen mag, dass eine aktive Nacharbeit aufgrund des großen Vertrauens in die Natur des neuen Menschen und die Führung des Geistes nicht praktiziert wird. Zudem würde dies auch dem Anspruch der absoluten Freiwilligkeit und Freiheit widersprechen, der hier einen hohen Stellenwert genießt. „Entspannt euch! Wir müssen nichts tun!", sichert der Nachwuchsprediger Ralph Schuppan den Teilnehmern der Bibelschule zu und fordert seine Zuhörer auf: „Wenn du hier bist, mach dir keine Gedanken. Schalt einfach ab. Du musst dem Wort in dir Raum geben, ohne dass deine Gedanken es kontrollieren". Diese Botschaft scheint bei den Teilnehmern auf fruchtbaren Boden zu fallen, was sich an abwechselnd andächtig geschlossenen Augen und begeistertem Klatschen im Publikum offenbart - auch dann, wenn die Schwächen und Fehler anderer Christen aufs Korn genommen werden.Es ist alles so einfach...„Es gibt genügend Gemeinden, die immer unter sich bleiben. Wenn einer dazu kommt,dann wird ihm gleich gesagt, was er tun darf und was nicht. Und wenn er nicht beim zweiten Mal einen Neuen mitgebracht hat, dann wird ihm gesagt, er interessiere sich nicht genug für das Evangelium", karikiert Karl Pilsl, ein zweiter wichtiger Kopf für Röhrnbach, die Lage mancher Gemeinden. Dass der selbsternannte Medienunternehmer, Bestsellerautor, Wirtschaftsberater, -Journalist und -evangelist auch als Motivationssprecher und Seminarleiter tätig ist, ist kaum zu überhören: Seine Rhetorik zeichnet sich durch eine schlichte, aber umso eingängigere Sprache mit vielen Wiederholungen aus. „Es ist alles so einfach", strahlt Pilsl immer wieder.„Unser Lifestyle ist ein Lifestyle des Befehlegebens, nicht des Bettelns. Wir sind die Eigentümer! Gott wartet darauf, dass wir sagen: ,Ich nehm's in Anspruch.'" Pilsl vermittelt, dass diese Strategie bei ihm selbst aufgegangen sei. In einem Gespräch erklärt er, er habe, finanziell gesehen, mehr als er brauche und er kenne auch gar „kein anderes Evangelium als ein Wohlstandsevangelium", auch wenn damit nicht unbedingt materieller Wohlstand gemeint sei.Einige Wochen später betont er in einer Predigt: „Es ist so einfach! Wir brauchen's nur fließen lassen und schon sind wir flüssig! Die Kunden laufen dir nach und stecken dir das Geld überall hin. Geld läuft dir nach. Wer von euch möchte das?" Und verspricht im Anschluss: „Wenn du nur einige Weizenkörner in der Hand hast, ist das absolut ausreichend, damit du in einigen Jahren ein Multimillionär bist."Brisanz gewinnen diese Aussagen vor dem Hintergrund von Pilsls persönlicher Lebensgeschichte als Pastor und mehrfacher Firmengründer in Personalunion. Nach diversen Firmenpleiten bekehrt sich der Österreicher und lässt sich von 1988 bis 1990 im „Rhema Bible Training Center" in Tulsa (Oklahoma) unter Kenneth Hagin zum Pastor ausbilden. Mitte der neunziger Jahre kehrt er nach Europa zurück, um eine Gemeinde in Wels zu gründen. Parallel dazu startet er eine Firma mit Beschäftigten aus dem Gemeindeumfeld. „Weil die Spenden seiner Schäfchen nicht ausreichenden laufenden Betrieb samt Nebenkosten mit großem Fuhrpark und luxuriöser Villa abzudecken, versucht sich der selbsternannte Pastor als Unternehmer", kommentiert die „Welser Rundschau" am 25. Juli 1996 die Unternehmung und folgert: „So beutet ein Guru seine Jünger aus."Schulden und verbrannte ErdeAls Pilsl im Oktober 1997 vom Gemeindevorstand einstimmig seines Amts enthoben wird, hinterlässt er neben unbezahlten Rechnungen auch einen enormen Schuldenberg nicht nur auf dem Firmen-, sondern auch auf dem Gemeindekonto. Im Januar 1997 wandert er mit seiner Familie nach Tulsa aus, kehrt aber im September 1998 zurück und siedelt nach Wittenberg über. Doch auch hier hinterlässt er eine Gemeinde ein halbes Jahr nach ihrer Übernahme finanziell und seelsorgerlich ruiniert. Pilsl zieht weiter nach Hof. Als Helmut Bauer ihn als Prediger zu „Wort + Geist" hinzuzieht, ist Pilsl erneut am Ende seiner finanziellen Mitte! Pilsls Ausbildungsstätte erkennt ihm unterdessen im Jahr 2002 seine Ordination ab. Auch die Bibelschule, in der Bauer ausgebildet wurde, distanziert sich offiziell: „,Rhema Bible Training Center' kann die Dienste und Methoden Karl Pilsl das,Wort + Geist'-Zentrum und jegliche ihrer Partner weder billigen noch unterstützen oder empfehlen."Dass diese Hintergründe weitgehend unbekannt zu sein scheinen, zeigt sich an der lauffeuerartigen Ausbreitung von „Wort + Geist". Während an manchen Orten nur wenige Mitglieder begeistert sind, springen andere Gemeinden fast geschlossen auf den rasant fahrenden Zug eines scheinbar perfekten, unbesiegbaren Erweckungszentrums auf. Wer möchte schließlich nicht an einem solchen Segen teilhaben, wenn er schon einmal nach Deutschland kommt - wenn auch ins hinterste Eck der Nation? Nachdem sich die Bewegung zunächst im süddeutschen Raum verbreitet, gibt es mittlerweile auch weiter nördlich „Wort + Geist"-Gemeinden.Wie viele Gemeinden sich derzeit im Prozess befinden, zu solchen zu werden oder sich lehrmäßig an stark „Wort + Geist" zu orientieren, darüber gibt es keine genauen Zahlen. Manche Beobachter sprechen jedoch von Hunderten, die auf die Lehre von Wort + Geist setzen. Wie die Veränderungen in einem solchen Fall aussehen können, schildert ein Gemeindemitglied aus Franken: „Die Predigten werden zunehmend einseitiger: Hungrigen wird Sattheit gepredigt. Probleme werden unterdrückt und nicht bearbeitet, sie werden nur noch als Umstände' gesehen. Buße und Umkehr sind kein Thema mehr. Fürbitte fehlt, da wir ja schon alles haben1."Vergewaltigung am Reich GottesFest steht: Gerade im Süden Deutschlands hat „Wort + Geist" bei Pfingstlern bis zu Landeskirchen und Brüdergemeinden zu etlichen Gemeindespaltungen beigetragen und eine Spur von Problemen hinterlassen. Pastor Hubert Jarnig aus dem österreichischen Klagenfurt war schockiert, als rund vierzig ältere Gemeindemitglieder geschlossen seine Gemeinde verließen, um eine Tochtergemeinde von „Wort -t-Geist" zu gründen: „Wir standen am Rand des Konkurses: Innerhalb eines Monats hatten wir bei denselben Kosten für den Gemeindebetrieb nur noch die Hälfte des Einkommens". Jarnig hatte zuvor versucht, den Dialog mit „Wort + Geisft affinen Gemeindegliedern aufrecht zu erhalten und auf deren Wünsche einzugehen. Mit Bauer hatte er vereinbart, dass ohne Absprache keine Gemeinde in Klagenfurt gegründet werden würde. Umso herber war die Enttäuschung, als dieser die Gründung der Tochtergemeinde auf einer eigens in Klagenfurt veranstalteten Konferenz bekannt gab. Die offensive Gemeindegründungspolitik von „Wort + Geist" empfindet Jarnig als „Vergewaltigung am Reich Gottes".Bernhard Olpen, Pastor und Regionalleiter für Nordbayern im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, verlor rund zwanzig Gemeindemitglieder an „Wort + Geist". Gemeinsam mit Mitgliedern verschiedener anderer Gemeinden gründeten sie vor Ort eine neuen Ableger; „Das hat viel Unruhe in Bayreuth verursacht - aber auch die betroffenen Gemeinden aller Konfessionen näher zusammengebracht." Olpen erkennt an, dass bei „Wort + Geist" in einem Geist der Auferbauung die durchaus notwendige und segensvolle Lehre von .Christus in dir' gepredigt" werde. Kritisch sieht er jedoch die Einseitigkeit. Durch ein verkürztes und tendenziös erklärtes Textverständnis werde ein Heiligungsprozess wie ihn die Bibel ausdrücklich beschreibt nicht gelehrt. Außerdem fehle die „eschatologische Spannung", das noch nicht vollständig herangekommene Reich Gottes auf Erden. „Um in einem Bild zu sprechen: In Röhrnbach wird ein leckerer Fisch angeboten - aber mit vielen Gräten darin, an denen man sich böse verschlucken und sogar ersticken kann." Schwachheit, von der beispielsweise Paulus in seinen Briefen spricht, wird ausgeblendet. Andere charismatische Leiter drücken es etwa so aus: „20 Prozent der Lehre sind gut und nötig - und die Leute merken nicht, dass nach und nach 80 Prozent vergiftete Botschaft folgen'."Dass die Lehre das Christsein und den Alltag vieler „Wort -t- Geist-Bibelschüler positiv verändert und revolutioniert, sowie das Selbstbewusstsein vieler gestärkt hat, wird - Bewegung zusammen. Zentral ist hierbei, dass „Realität durch die Vorstellungskraft des Geistes und das Bekennen des Mundes geschaffen wird. Durch das Proklamieren des göttlichen Gesetzes kann der Mensch Krankheit und Armut überwinden und seine Lebenssituation grundlegend verändern". Eine Sicht, die sich auch in den Predigten von „Wort + Geist" niederschlägt. Zum Beispiel wenn Fritz Zellner, der Leiter der „Wort + Geist"-Bibelschule seinen Zuhörern zuruft: „Du bist Geist! Du bist aus Gott geboren! Du wirst nicht Geist, wenn die natürlichen Dinge, die Elemente dieser Welt dein Leben dominieren, wenn du von den Umständen gelebt wirst". Dass ein konstantes Ignorieren von Krankheitssymptomen bei gleichzeitigem Proklamieren von „Wort + Geist"-Slogans wie „Mei, geht's mir guat!" gesundheitliche Risiken bergen könnte, wird hier nicht thematisiert. Zweifel oder Probleme mit dem Glauben sind hier ohnehin nicht existent, denn - so Zellner: „Du hast keine Schwierigkeit zu glauben, weil deine Natur erfüllt ist. Du bist ein Glaubender!" Mit der Betonung des Ist-Zustands, sprich, dass durch Jesu Auferstehung der Sieg bereits errungen und alle Probleme gelöst sind, hängt auch die Sicht von „Wort + Geist" auf Krankheit zusammen: „Krankheit gehört (...) nicht zu uns und hat bei keinem Menschen etwas verloren. Beanspruche Gottes Verheißung für deine Heilung und deine Gesundheit! Gottes Wille für dich ist ein Leben ohne Krankheit und ohne Schmerzen!", so heißt es auf der Website von „Wort + Geist".Gemeinde-Tourismus und HeilungsgabeTatsächlich sind es die monatlichen Heilungsgottesdienste, für die „Wort + Geist" zunächst bekannt wurde. Die besondere Heilungsgabe ist Gesprächsstoff an den Stammtischen im niederbayrischen Umland, sie hat allerdings auch in vielen Gemeinden in Deutschland und Österreich einen schieren Gemeindetourismus ausgelöst: Stunden vor Beginn der Heilungsveranstaltung werden hier Plätze besetzt, berichten Besucher. Die Quote der Spontanheilungen während der Heilungsgottesdienste wird intern auf fünfundachtzig bis neunzig Prozent geschätzt. Wie viele dieser Heilungen aber tatsächlich von Dauer sind, ist unbekannt. Fakt ist jedoch, dass man bei „Wort + Geist" auch für so exotische Praktiken wie dem Auflegen von „gesegneten Taschentüchern" offen ist - eine moderne Interpretation von Apostelgeschichte 19,12. Laut einer Presseerklärung sollen sich von den etwa tausend Besuchern monatlich zugleich etwa zweihundert bekehren. Tatsächlich gehören trotz rund zehntausend Gottesdienst-Besuchern in den letzten Jahren aber kaum mehr als zweihundert Personen fest zur Gemeinde vor Ort in Röhrnbach. Was daran liegen mag, dass eine aktive Nacharbeit aufgrund des großen Vertrauens in die Natur des neuen Menschen und die Führung des Geistes nicht praktiziert wird. Zudem würde dies auch dem Anspruch der absoluten Freiwilligkeit und Freiheit widersprechen, der hier einen hohen Stellenwert genießt. „Entspannt euch! Wir müssen nichts tun!", sichert der Nachwuchsprediger Ralph Schuppan den Teilnehmern der Bibelschule zu und fordert seine Zuhörer auf: „Wenn du hier bist, mach dir keine Gedanken. Schalt einfach ab. Du musst dem Wort in dir Raum geben, ohne dass deine Gedanken es kontrollieren". Diese Botschaft scheint bei den Teilnehmern auf fruchtbaren Boden zu fallen, was sich an abwechselnd andächtig geschlossenen Augen und begeistertem Klatschen im Publikum offenbart - auch dann, wenn die Schwächen und Fehler anderer Christen aufs Korn genommen werden.Es ist alles so einfach ...„Es gibt genügend Gemeinden, die immer unter sich bleiben. Wenn einer dazu kommt, dann wird ihm gleich gesagt, was er tun darf und was nicht. Und wenn er nicht beim zweiten Mal einen Neuen mitgebracht hat, dann wird ihm gesagt, er interessiere sich nicht genug für das Evangelium", karikiert Karl Pf/s/, ein zweiter wichtiger Kopf für Röhrnbach, die Lage mancher Gemeinden. Dass der selbsternannte Medienunternehmer, Bestsellerautor, Wirtschaftsberater, -Journalist und -evangelist auch als Motivationssprecher und Seminarleiter tätig ist, ist kaum zu überhören: Seine Rhetorik zeichnet sich durch eine schlichte, aber umso eingängigere Sprache mit vielen Wiederholungen aus. Jesus ist alles so einfach", strahlt Pilsl immer wieder. „Unser Lifestyle ist ein Lifestyle des Befehle gebens, nicht des Betteins. Wir sind die Eigentümer! Gott wartet darauf, dass wir sagen: ,Ich nehm's in Anspruch.'" Pilsl vermittelt, dass diese Strategie bei ihm selbst aufgegangen sei. In einem Gespräch erklärt er, er habe, finanziell gesehen, mehr als er brauche und er kenne auch gar „kein anderes Evangelium als ein Wohlstandsevangelium", auch wenn damit nicht unbedingt materieller Wohlstand gemeint sei. Einige Wochen später betont er in einer Predigt: „Es ist so einfach! Wir brauchend nur fließen lassen und schon sind wir flüssig! Die Kunden laufen dir nach und stecken dir das Geld überall hin. Geld läuft dir nach. Wer von euch möchte das?" Und verspricht im Anschluss: „Wenn du nur einige Weizenkörner in der Hand hast, ist das absolut ausreichend, damit du in einigen Jahren n Multimillionär bist." Brisanz gewinnen diese Aussagen vor dem Hintergrund von Pilsls persönlicher Lebensgeschichte als Pastor und mehrfacher Firmengründer in Personalunion. Nach diversen Firmenpleiten bekehrt sich der Österreicher und lässt sich von 1988 bis 1990 im „Rhema Bible Training Center" in Tulsa (Oklahoma) unter Kenneth Hagin zum Pastor ausbilden. Mitte der neunziger Jahre kehrt er nach Europa zurück, um eine Gemeinde in Wels zu gründen. Parallel dazu startet er eine Firma mit Beschäftigten aus dem Gemeindeumfeld.„Weil die Spenden seiner Schäfchen nicht ausreichen, den laufenden Betrieb samt Nebenkosten mit großem Fuhrpark und luxuriöser Villa abzudecken, versucht sich der selbsternannte Pastor als Unternehmer", kommentiert die „Welser Rundschau" am 25. Juli 1996 die Schulden verbrannte Erde Als Pilsl im Oktober 1997 vom Gemeindevorstand einstimmig seines Amts enthoben wird, hinterlässt er neben unbezahlten Rech immer wieder betont. Weniger laut sind die Stimmen derer, die von Depressionen unter „Wort + Geist"-Anhängern berichten - von Menschen, die trotz Dauerproklamieren nicht gesund werden. Es gibt noch deutlichere Stimmen - doch wenige möchten sich zitieren lassen. Ein Phänomen, das sich durch die Recherchen dieses Artikels zieht: deutliche Statements, schmerzhafte Gemeindeerfahrungen, klare Ablehnung, auch von gestandenen christlichen Leitern - doch wenige möchten mit ihrem Namen dafür stehen. Was wohl größtenteils der gut gemeinten Absicht entspringt, manche unentschlossenen Gemeindemitglieder durch solche Aussagen nicht ganz zu verlieren oder das christliche Nest nicht zu beschmutzen. Mittler weile haben sich diverse Gemeindebünde wie etwa die Gemeinden im Bund Freier Pfingstgemeinden (BFP) und charismatische Gemeinde-Netzwerke wie das D-Netz oder die Geistliche Gemeinde-Erneuerung im Bund Evangelisch- Freikirchlicher Gemeinden ausdrücklich von „Wort + Geist" distanziert oder die Zusammenarbeit beendet.Darüber, wie „Wort + Geist" sich noch entwickeln könnte, gehen die Meinungen auseinander. Manche Pastoren befürchten auch langfristig einen anhaltenden Einfluss auf die deutsche Gemeindelandschaft, während andere ein nahes Ende der Bewegung sehen. Helmut Bauer selbst ist optimistisch: „Diese Erweckung wird noch stärker werden und über ganz Deutschland gehen - und sie wird vor allem Heiden anziehen." Bleibt die Frage, wie wir in unseren Gemeinden mit den Sehnsüchten langjähriger Christen umgehen, die in Röhrnbach aufgegriffen und scheinbar erfüllt werden. Eine Sehnsucht nach klaren, einfachen und eindeutigen Antworten auf die Fragen und Probleme des Lebens. Nach Freiheit, Freude, Liebe, Anerkennung und Ermutigung. Nach überwältigenden Wundern, Sorglosigkeit, Wohlergehen, Heilung von jeglichen Krankheiten. Nach einem kraftvollen, unkomplizierten und attraktiven Glaubensleben ohne Sünde. Danach, dass auch die widersprüchlichen, unerforschlichen Bibelstellen plötzlich leicht verständlich werden.Dass diese Sehnsüchte in ihrer Gesamtheit nie jemals per Handstreich gestillt werden können - ob in Röhrnbach oder sonst irgendwo auf dieser Erde -, scheint klar. Warum viele Gemeinden und Bewegungen immer wieder von der großen Einfachheit der Verkünder angezogen werden, darüber sollte unsere christliche Landschaft dringend einmal intensiver nachdenken und forschen.
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 19:01

Materialdienst 2/2006
Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)
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Wirtschaftsjournalist verkündigt Wohlstandsevangelium
Gesellschaft


Karl Pilsl stellt sich als erfolgreicher Unternehmer und Wirtschaftsjournalist vor mit Referenzen des Vizekanzlers der Republik Österreich und des Präsidenten der europäischen Wirtschaftskammer. Er lebt mit seiner Frau in Tulsa/Oklahoma (USA) wie auch im Bayerischen Wald. Als Wirtschaftsjournalist aus den USA hält er in der ersten Jahreshälfte in Deutschland zahlreiche Vorträge, u.a. in Berlin, Schwerin, Magdeburg, Nürnberg. Der auf einer Internetseite angegebene Honorarsatz beträgt für einen 90-minütigen Impulsvortrag 6.800 Euro. Eines seiner Vortragsthemen lautet „Die Wirtschaftsrevolution des 21. Jahrhunderts“. Zentrale Impulse zu diesem Thema werden im Internet mit folgenden Sätzen beschrieben: „Der Arbeitsmarkt wird sich in einer noch nie da gewesenen Form verändern. (...) Eine neue Existenzgründungswelle kommt auf uns zu. (...) Die Antwort heißt Homebusiness. (...) Die Bereiche Gesundheit und Fitness werden sich in den nächsten Jahren multiplizieren und revolutionieren. (...) Die Kommunikationstechnologie und vor allem das Internet werden den Strukturwandel in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt drastisch beschleunigen! (...) Viele Menschen reiten immer noch ein bereits totes Pferd. Welche Möglichkeiten eines schleichenden Branchenwechsels bieten sich für Handwerker, Unternehmer und Führungskräfte? (...) Megatrend des 21. Jahrhunderts: Der sich multiplizierende ‚Menschenspezialist‘ (...) Die mit diesen Trends einhergehende Werterevolution verändert jeden Arbeitsplatz nachhaltig.“ Solche Thesen sind im Zeitalter der Globalisierung und des Internets weder neu noch originell. Sie passen freilich in gegenwärtige Debatten über die Sicherung des Wohlstands und die Suche nach neuen Arbeitplätzen. Offensichtlich scheint Pilsl ein Publikum für seine Vorträge zu finden.

Seine Zuhörerinnen und Zuhörer werden möglicher-weise nicht wissen, dass Pilsl gleichzeitig auch Prediger eines und Wohlstandsevangeliums ist, z.B. im Wort und Geist – Zentrum Röhrnbach / Bayrischer Wald.
Pilsl ist nach eigenen Aussagen persönlicher Freund von Helmut Bauer, dem Gründer und Leiter des Zentrums, gleichzeitig Direktor der dortigen Bibelschule und Vorstandsvorsitzender der Wort und Geist Medien AG sowie des Vereins „Eine neue Reformation“
.


Pilsl schrieb zahlreiche Bücher u.a. über die göttliche Gesundheit („...und er heilte sie alle!) und das erfolgreiche Leben („Der kybernetisch wirkungsvollste Punkt im Glaubensleben).
Karl und Monika Pilsl sind Absolventen des Rhema Bible
Training Centers in Tulsa / Oklahoma/USA, die von Kenneth E. Hagin ins Leben gerufen und viele Jahre geleitet wurde. In Pilsls Büchern kann man nachlesen, dass er sich die Grundlagen der sog. Wort- und Glaubensbewegung zu Eigen gemacht hat und sie pointiert vertritt.
Demnach bestimmt der menschliche Geist das menschliche Leben. Der Geist ist die zentrale Wirklichkeit. Die Gesamtperson, ihre Identität und Eigenart, wird gemäß dieser Lehre durch die Summe der zugelassenen und bejahten Denkinhalte bestimmt, nach dem Motto „Wie der Mensch denkt, so ist er“. Bewusstsein konstituiert das Sein.
Es ist Pilsls Überzeugung, dass durch das Proklamieren der göttlichen Wahrheit und die Anerkennung der göttlichen Gesetzmäßigkeiten ein Weg gefunden werden kann, durch den jeder Mensch Krankheit und Armut überwinden und sein Leben grundlegend verändern kann. Viele Wissenschaftler wissen es noch nicht! Aber Krebs ist heilbar, und zwar in jedem Fall.
Karl Pilsl verbindet die Grundlehren des Pfingstlertums mit zentralen Inhalten der sog. Neugeist – Bewegung, wie sie auch von Christian Science und Unity gelehrt werden. Krankheit und Armut sind Folge falschen Denkens, Ausdruck einer Störung des Bewusstseins.
Mit diesen Lehren vertritt er kein authentisches Christentum, sondern eine ideologische verzerrte Form christlichen Glaubens. Ob er seine Vorträge zur Wirtschaftsrevolution dazu nutzen wird, illusorische Sonderlehren zu verbreiten, bleibt abzuwarten. Auszuschließen ist es nicht.


Reinhard Hempelmann

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Beitragvon Stryper » 23.09.2006, 21:29

Es tut mir leid, wenn das jetzt vielleicht für dich hart klingen mag, aber ich habe das Gefühl, es geht dir nur um deine persönliche Rache.

Ich glaube auch nicht, dass alle Anschuldigungen, die gegen dich ausgepsproichen wurden, haltlos waren. Für mich werden Menschen nämlich genau immer dann unglaubwürdig, wenn sie sich selbst als Unschuldslamm hinstellen und anderen die gesamte Schuld geben.

Ich glaube, du tätest besser daran, zu vergeben, damit Gott dich seelisch heilen und wieder einsetzen kann.

Dennoch sollte dieses Forum nicht als Arena für deine persönliche Rache gelten, die unter dem Deckmantel der Frömmigkeit nach oben gelangt. Vielleicht sollte sogar dieser ganze Thread gelöscht werden.

Ich wünsche dir alles Gute.
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Beitragvon rolf.h.43 » 23.09.2006, 21:49

Ich weiß nicht, wer den Beitrag jetzt nach unten verschoben hat. Vermutlich du selbst. Die Botschaft ist klar. Fakten interessieren Dich nicnt. wie wäre es wenn Du Dich dann an diesem Thread einfach nicht beteiligen würdest, anstatt in dieser Form zu Versuche zu provozieren. Ganz schlechter Stil und plump dazu.
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Beitragvon Beate » 23.09.2006, 21:56

In Karlsruhe gibt es eine Gemeinde, die auch nach Kontakten einiger Mitglieder zu Rohrenbach, eine Spaltung erlebte. Da wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in dieser Gemeinde waren, kann ich allerdings nicht sagen, ob da sonst noch etwas gelaufen ist. Sicher ist jedenfalls, dass es zu einer Spaltung kam.
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